KOMMENTAR: Sensibilität ist gefragt

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Im Umgang mit Nachrichten ist heute mehr denn je ein Höchstmaß an Sensibilität gefragt. In Zeiten der sogenannten sozialen Netzwerke gehen News über das Internet in Sekundenschnelle durch die Welt.

Umso wichtiger ist das Fingerspitzengefühl bei brisanten Themen. Als wir durch die Polizei Anfang der Woche mit dem angeblichen Sexualdelikt auf einem Parkplatz an der Heidestraße konfrontiert wurden, haben wir uns lange - nach Rücksprache mit der Pressestelle des Polizeipräsidiums - überlegt, wie wir mit dem „Fall“ umgehen sollen.

Denn Zweifel an der Glaubwürdigkeit des vermeintlichen Opfers waren uns auch rasch gekommen. Wir haben uns dennoch entschieden, das „Delikt“ auf die Titelseite zu bringen - mitsamt Täterbeschreibung. Wir wollten nicht über eine junge Frau urteilen, die möglicherweise doch Vergewaltigungsopfer und somit vielleicht traumatisiert war.

Nun weiß man einige Tage später gar nicht, wie man sich fühlen soll: Bestürzt oder doch erleichtert?
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