Schutzmaßnahme im Sauerland erfolgreich
Wichtiges Fledermausquartier im Stollen gesichert

Zur Winterbegehung am Eingang des gesicherten Stollenmundlochs: v.l.n.r: Gerd Mengelers (Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Sauerland e.V.), Christoph Hester (Untere Naturschutzbehörde Hochsauerlandkreis), Franz- Josef Joch (Eigentümer).
  • Zur Winterbegehung am Eingang des gesicherten Stollenmundlochs: v.l.n.r: Gerd Mengelers (Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Sauerland e.V.), Christoph Hester (Untere Naturschutzbehörde Hochsauerlandkreis), Franz- Josef Joch (Eigentümer).
  • Foto: HSK
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Gleich drei Fledermausarten konnten bei der Winterbegehung eines Stollens bei Olsberg nachgewiesen werden. Im Naturschutzgebiet Himmelreich sind im Jahr 2019 zwei historische Bergbaustollen fledermausgerecht gesichert worden. Mithilfe von speziellen Verschlussarten, wie Stahlgittertoren, können Fledermäuse ein- und ausfliegen.

Gleichzeitig sind die Stollen vor dem Betreten Unbefugter geschützt. Das Stollensystem am Himmelreich ist für die heimischen Fledermäuse ein bedeutendes Winterquartier. "Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen, Eigentümer und Unterer Naturschutzbehörde lief hervorragend. Für den Schutz der heimischen Fledermausarten ist hier ein wichtiger Schritt gemacht", freut sich Christoph Hester vom Hochsauerlandkreis. Bei diesem Projekt haben nicht nur lokale Partner mitgewirkt, sondern auch LWL und die Bergbaubehörde NRW.

Stollen werden oft verschlossen

Oft haben diese unterirdischen Winterquartiere jedoch eine ungewisse Zukunft. Manche Stollen werden aus Verkehrssicherungsgründen verfüllt oder verschlossen. Aufzucht – und Rastplätze aller Fledermausarten, die sich teilweise in Stollen befinden, sind grundsätzlich durch die FFH-Richtlinie geschützt. "Deswegen ist es wichtig die Eigentümer für das Thema zu sensibilisieren", so Christoph Hester von der Unteren Naturschutzbehörde. Eine Möglichkeit, die Bergbaustollen im Sauerland zu sichern und gleichzeitig für Fledermäuse zu optimieren, ist der Verschluss der Eingänge mit Toren und Gittern. Diese müssen so konstruiert sein, das sie einerseits einbruchsicher und trotzdem für eine jährliche Kartierung der Fledermauspopulation durch Befugte ermöglichen. Diese technische Herausforderung kann in Zusammenarbeit von Eigentümer, Behörden und Ehrenamtlichen Naturschutz gelöst werden.

Autor:

Lokalkompass Arnsberg-Sundern aus Arnsberg

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