Kommunalwahlen 2020
CDU Arnsberg stellt Wahlkampfprogramm vor

Der CDU-Ortsverband Arnsberg mit Peter Blume (3.v.l.) an der Spitze erwartet als stärkste Partei bei der Kommunalwahl hervorzugehen.
  • Der CDU-Ortsverband Arnsberg mit Peter Blume (3.v.l.) an der Spitze erwartet als stärkste Partei bei der Kommunalwahl hervorzugehen.
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Das Ziel ist klar formuliert: Die CDU in Arnsberg hat den Anspruch, bei der Kommunalwahl am 13. September deutlich die stärkste Partei im Arnsberger Stadtrat zu werden.

„Unser Programm spiegelt wieder, worauf es uns ankommt“: Zufriedenheit klingt aus der Stimme des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Peter Blume, als er seine Mitstreiter im Neheimer Kolpinghaus zum Einläuten der Endphase des Kommunalwahlkampfes begrüßte. Er stellte aber auch heraus, dass es einiger Arbeit bedurfte, bevor alles in trockenen Tüchern war. „Wie es sich für einen aktiven und engagierten Stadtverband gehört, haben wir kontrovers diskutiert, einige Auseinandersetzungen gehabt und um unser Programm gerungen. Jetzt steht es, hat eine große Spannbreite und viele Themen“, so der Funktionär weiter.

"Klares Bekenntnis für die Dörfer"

Über allem stehen die Menschen in der Kommune, sie sind der Mittelpunkt, deshalb: „Wir geben ein klares Bekenntnis für die Dörfer ab, denn ohne sie kann ich mir Arnsberg nicht vorstellen.“ 24 Seiten umfasst die in einem handlichen Format abgefasste Broschüre, in der das Programm zusammengefasst ist, welches das Leben in der Stadt noch lebenswerter machen soll. Besonders hervorgehoben wurde die Gesundheitsversorgung, die mit dem Verbund Hochsauerlandkliniken und drei Krankenhäusern gesichert ist. Gerade in Zeiten von Corona ist es für die Bevölkerung ein wichtiger Aspekt, hier Sicherheit zu spüren.

Für Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems

Doch auch Ordnung, Kultur, Umwelt, Soziales, Sport und Ehrenamt, Kinder und Jugendliche, Bildung und Digitalisierung, Seniorinnen und Senioren sind im Programm dargestellt. „Auf die Bildung legen wir hohen Wert, sind für den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems“, ging Blume ins Detail. Den Ausbau der nötigen Infrastruktur für die Digitalisierung hat sich die Arnsberger CDU auf die Fahnen geschrieben. Homeoffice ist schließlich keine Zukunftsvision mehr, zudem bietet sich hier eine große Chance für die Weiterentwicklung des ländlichen Bereichs.

Zu wenig Gewerbeflächen

Der Ortsverband vergisst nicht, dass es zu wenig Gewerbeflächen im Stadtgebiet gibt. Hier muss etwas passieren, war die einstimmige Meinung der Versammlung. Denn sichere Arbeitsplätze sind ein wichtiges Pfand. Einher mit der Ansiedlung von Unternehmen muss allerdings auch die Ausweisung von Wohngebieten geben, denn: „Was gibt es Effektiveres als das Erreichen der Arbeitsstätte zu Fuß oder mit dem Fahrrad?“ - alles natürlich unter dem Gesichtspunkt der Ökologie und der Nachhaltigkeit.

Nachholbedarf bei Frauenanteil

In einem Punkt allerdings muss der Stadtverbandsvorsitzende gestehen, nicht das gesteckte Ziel erreicht zu haben. In acht Wahlkreisen sollte der erste Listenplatz von Frauen besetzt sein, in nur fünf ist es gelungen: „Da haben wir Nachholbedarf.“ Die CDU will das Zusammenspiel von Männern und Frauen, will ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellen. Der weibliche Blick auf das Geschehen ist oft ein anderer, in der politischen Arbeit häufig zielführender. Wobei die Listenplätze doch sehr paritätisch besetzt wären: „Dies haben wir besser gemacht als die meisten Mitbewerber.“ Eine Lösung ist zudem in Sicht: „Nach der Wahl wollen und werden wir vermehrt die Gremien mit unseren weiblichen Mitglieder als sachkundige Bürger besetzen.“

Klaus Kaiser lobt Ausgewogenheit

Klaus Kaiser, parlamentarischer Staatssekretär in Düsseldorf, zollte großes Lob für die Verantwortlichen: „Von außen betrachtet habt ihr ein tolles Team aufgestellt, der Generationenwechsel ist gelungen.“ Das Wahlprogramm sei ausgewogen, der Nerv der Zeit getroffen, der Blick in die Zukunft richtungsweisend: „Ich gehe davon aus, dass wir mit einem vernünftigen Ergebnis durchs Ziel gehen werden.“ Auch der Einwurf aus der Versammlung, dass es doch fast schon zu spät für die Veröffentlichung des Wahlprogramms sei, weil es in diesem Jahr durch Corona vermehrt Briefwähler gibt und diese schon fleißig seien, wurde entkräftet. „Wer sich für die Briefwahl entscheidet, hat schon seine Entscheidung vorher getroffen. Wir wollen jetzt denjenigen überzeugen, der noch wankelmütig ist, er soll erkennen, dass er bei uns am besten aufgehoben ist“, erklärte Peter Blume. Auch der Einwurf, dass Werbeagentur-Mitarbeiter empfohlen haben, sich so spät als möglich in Erinnerung zu bringen, ließ die Zweifel verfliegen.

Autor:

Lokalkompass Arnsberg-Sundern aus Arnsberg

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