Frei Parken in Neheim bald ein Problem?! Angestellte sorgen sich schon jetzt

Gabriele Schönhoff, Marion Lange und Heidi Lülf aus Neheim machten sich sorgen: Wo sollen wir noch parken, fragen sie. Foto: Albrecht
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Sie fühlen sich als die Leidtragenden des neuen Parkkonzeptes, das ab dem kommenden Montag, 9. Mai, in der Neheimer Innenstadt zum Tragen kommen soll: Frauen, die vielfach in den heimischen Geschäften nur zeitweise beschäftigt sind.
„Etwas Laufen zur Arbeitsstätte, das ist ja ok und gehört schon längst zum Arbeitsalltag, sicher nicht nur in Neheim“, zeigt sich Gabriele Schönhoff aus Hamm verständnisvoll. Aber das, was in wenigen Tagen die Neheimer „Park-Landschaft“ verändern wird, stimmt die Filialleiterin von „Gerry Weber“ in Neheim doch ärgerlich.
Überall sind die Mitarbeiter der Stadt derzeit damit beschäftigt, die neuen Schilder aufzustellen. Parken nur noch mit Automatenticket oder - begrenzt - mit Parkscheibe. „So geht´s ja wohl nicht“, machen sich derzeit viele der Betroffenen ihrem Ärger Luft. Das vom Rat im letzten Jahr beschlossene und nun vor der Umsetzung stehende Parkkonzept vergesse komplett die in Neheim beschäftigten Menschen.
Schon jetzt ist die Verunsicherung spürbar: Darf man hier noch ein paar Tage so parken oder droht schon ein Knöllchen. Und spätestens ab dem 9. Mai wird es mit großzügigem, kostenfreien Parkraum rund um die Neheimer City wohl gänzlich vorbei sein.
„Für Besucher, die hier einkaufen wollen, geht das ja auch völlig in Ordnung“, so Schönhoff. Nicht nur in den Großstädten wie Dortmund oder Köln müsse man natürlich für jeden Parkplatz Bares auf den Tisch legen. Aber: „Hier leben wir noch in einer vergleichsweise kleinen Stadt“, wo sollen wir Arbeiter demnächst Parken.
In vielen Geschäften Neheims diskutieren die dort beschäftigten Frauen, sehen sie sich doch als Leidtragende. „Wir haben oft flexible Arbeitszeiten und wenn die um 12 Uhr beginnen, sind die letzten drei freien kostenlosen Plätze auch schon weg“, so Heidi Lülf und Marion Lange. Letztere hat schon ihre Konsequenz gezogen und für viel Geld einen Stellplatz angemietet. Dazu noch die gestiegenen Spritkosten - da, so denken viele, lohne sich das Arbeiten bald gar nicht mehr.
Die Stadt verweist auf die kostenlosen Parkmöglichkeiten z.B. am Adler, am alten Stadion Ackerstraße oder unter der Ohlbrücke. „Das reicht aber längst nicht für uns aus“, sagt Schönhoff und hält das ganze für ungerecht. Schließlich seien es doch die Mitarbeiter in den Geschäften gewesen, die mit für das Wachstum in Neheim sorgen. Auch Michael Beckmann sorgt sich schon um seine Frau: „Wo soll sie denn noch bezahlbar in Neheim parken?“
Und die Probleme sind vielfältig: Der Öffentliche Personennahverkehr ist nur selten auf die Arbeitszeiten abgestimmt und für Frauen im Winter durch dunkele Straßen zu einem fernen Parkplatz laufen zu müssen, sei auch nicht gerade angenehm.

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