Bürgermeister Bittner, werden Sie Solarölscheich!
Solarfelder entlang Autobahn

In der Beratung des Doppelhaushaltes der Stadt Arnsberg werde ich dem Bürgermeister Ralf Bittner sagen: ich habe ein Ölfeld in der Stadt gefunden.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze empfiehlt in Glasgow zum Klimapakt 2% der Stadtfläche für Erneuerbare Energie zu nutzen. Das ist bei uns fast 4km², Nettofläche vielleicht nur 1km². Auf einem km² können das Äquivalent von 10-20 Millionen Liter Öl pro Jahr  mit Photovoltaik "geschürft" werden, sagt Daniel Bannasch​​ vom gemeinnützigen Metropol-Solar in seinen Vorträgen zur Solarstrategie. Andere kennen Ihn von der Energiewende auf dem Bierdeckel.

NRW Minister Wüst hatte ein Programm mit Photovoltaik entlang Autobahnen im Schutzstreifen aufgelegt. Nun ist er sogar Ministerpräsident und kann liefern.

Kommunen bekommen 90% der Kosten für kommunale PV-Anlagen vom Land. Auch hier alle Ampeln auf grün, da die Schutzstreifen entlang der Autobahnen von 200m aufgeweitet wurden ist auch genügend sicherer Platz hinter dem üblichen Wildtierzaun.

Aus meiner Sicht sollten auch lokale Banken wie Volksbank und Sparkasse zusätzlich ein Crowdsharing Projekt anbieten in dem sich jeder ein 300€ Solarmodul für sein Kind/seine Enkel kaufen kann. Auch könnte so jeder mit solchem Crowdfunding seinen ökologischen Fußabdruck von durchschnittlich 100 Liter Öl (vgl. Prof. Lesch) am Tag so kompensieren. Auf den Flächen in meiner Stadt sind so viele Käferholzfichten abgesägt und kommen erst in 100 Jahren wieder, das sehe ich an der Autobahnauffahrt Niedereimer bis zum Horizont. 

Für 20 der 100 Jahre könnten die PV-Flächen so sogar vor starker Austrocknung mit Regenwasserverrieselern ausgestattet werden. Sie könnten durch politische Rahmenbedingungen extra großzügig und zurückweichend ohne Planierungen geplant werden, falls durch den wiederaufkommenden Baumbestand ohnehin zunehmend Verschattungen entstünden.

Bestehende Solarfelder entlang der Autobahn gibt es an vielen Orten entlang der A7 von Hamburg nach Kiel oft, in Meschede, vor Wickede gerade neu. 

Machen wir unsere Stadt aktiv CO2 verringernd, da die Energiebedarfe weiter steigen. Bürgermeister sollten die neuen Ölscheichs werden, sagt Daniel Bannasch und ich schließe mich an. 

Im Doppelhaushalt der Stadt Arnsberg kommt das Wort Photovoltaik genau einmal vor mit den Anhang Planung. Das ist nicht ausreichend, da die 90% Förderung des Landes nur bis 2024 läuft.

Als Ratsmitglied und mit Informationsfreiheitsgesetz NRW verlange ich Einsicht in die seit 10 Jahren immer wieder beschriebene Liste der Qualifizierung der städtischen Dächer für Photovoltaik und die Planungen des Ausbaus mit Terminen und verlange die Veröffentlichung um dem Haushalt zustimmen zu können, wenn Solarfelder entlang der Autobahn aktiv geplant werden.

Autor:

E. Felix Werker aus Arnsberg

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