Sonntag Glockenläuten für neue Pfarreien in Neheim und Hüsten

Die Pfarrer Dietmar Röttger (Hüsten) und Stephan Jung (Neheim) laden morgen zur Errichtungsfeier der neuen Pfarreien in die Kirche ein. Foto: Albrecht
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Wenn am Sonntag, 13. Januar, um 9.30 Uhr die Glocken an allen katholischen Kirchen in Neheim und Hüsten zu hören sein werden, dann sollen sie nach dem Willen der Pastöre auch ein neues Zeitalter einläuten. In den Gemeinden St. Petri Hüsten und St. Johannes Baptist Neheim hat sich viel getan. Die Einweihung der neuen Pfarreien findet in Neheim und Hüsten jeweils am Sonntag um 10 Uhr statt. Andere Gottesdienste sind an diesem Sonntag nicht vorgesehen

Es hat (!) sich viel getan: In Neheim und Hüsten gibt es seit dem 1. Januar 2013 zwei Großpfarreien, auch wenn das nur der Arbeitstitel für die angestrebten Veränderungen war. Die Pfarreien werden ihre Namen behalten.

„Der Prozess ist abgeschlossen und wird mit einem Fest am Sonntag gefeiert“, erklärte Pfarrer Dietmar Röttger aus Hüsten, der gemeinsam mit seinem „Amtsbruder“ Stephan Jung informierte. Es gebe nach vielen Überlegungen jetzt wieder eine Pfarrei, die aber mehr Kirchtürme als vorher umfasse.
Schon zu Jahresbeginn war von Erzbischof Hans-Josef Becker die Unterschrift zu den notwendigen Veränderungen in der Gemeinde gegeben worden. Dabei, so Röttger und Jung, habe der Bischof den beteiligten Gemeinden aber verschiedenen rechtliche Auslegungsmöglichkeiten der Umgestaltung gelassen.

Umgestaltung

Schon in den Pastoralverbünden zuvor hatten sich die Veränderungen in der Kirche vor Ort angekündigt. Weniger Priester, die demografische Entwicklung in der Gesellschaft und nicht zuletzt der Verlust von Mitgliedern der Kirche machten die Umgestaltung in den Gemeinden letztendlich unumgänglich.
„Das ist jetzt das Ende eines breit angelegten Planungsprozesses“, beschrieb auch Pfarrer Stephan Jung. Die Pfarrer der beteiligten Gemeinden, Kirchenvorstände sowie der Gemeinderat seien an den Beratungen beteiligt gewesen. Anfang 2011 hätte es den Auftakt im Kaiserhaus gegeben, Arbeitsgruppen haben dann über Möglichkeiten beraten. Ein erstes Resümee wurden im letzten Jahr gezogen.

Pfarrer Röttger erklärte, dass sich die Gremien in Hüsten nach eingehenden Beratungen für eine Rückkehr zur Ursprungspfarrei St. Petri entschieden hätten. Daraufhin haben man sich auf die Suche nach einer örtlichen Struktur begeben. Nach den nächsten Wahlen zum Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand am 16. und 17. März müssen sich die Gremien neu konstituieren.

Pfarrgemeinderat

„Wir nutzen in Neheim und Hüsten die gleichen Rahmenbedingungen“, so Stephan Jung. Fast vier Jahre lang habe man in Neheim über einen großen Pastoralverbund nachgedacht, sich dann aber anders entschieden. „In ganz Deutschland wurde schon oft über die neuen Strukturen gesprochen, alle Bistümer im Land sind von den Veränderungen betroffen“, sagte Jung. Letztendlich sei aber nicht die Struktur der Kirche entscheidend - die Veränderungen bedeuteten nur ein „Weiterleben des Glaubens unter anderen Rahmenbedingungen“.

„Wir hoffen einfach auf die Akzeptanz in den Gemeinden“, so Dietmar Röttger. Die sei schließlich auch für das Gelingen des Prozesses entscheidend. Schon jetzt sei bekannt, das demnächst einige Priester aus Altersgründen ausscheiden. Zudem habe es im letzten Jahr nur drei Priesterweihen im ganzen Bistum Paderborn gegeben.

Gemeindemitglieder

Trotz der neuen Struktur erwarte man keine spürbaren Auswirkungen für die Gemeindemitglieder. Das vielfältige Angebot in den Gemeinden werde erhalten, Ehrenamtliche sollen in die Gemeindearbeit weiter eingebunden bleiben bzw.. werden.

Autor:

Frank Albrecht aus Arnsberg

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