Nichts von Bedeutung - Klassenspiel an der Rudolf-Steiner-Schule in Langendreer

„Nichts von Bedeutung“ ist kein Stück zum Zurücklehnen – es rüttelt auf und greift an. Foto: Privat
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Es herrscht Krieg! Deutschland ist von Frankreich und Griechenland besetzt, es toben Guerillakämpfe. Wer kann, versucht ins Ausland zu fliehen und mit Schleppern übers Festland, oder abgewrackten Booten über das Mittelmeer nach Nordafrika zu gelangen. Hunderttausende verlassen das Land, viele von ihnen überleben die Reise nicht. In dieser verzweifelten Situation kommen mehrere deutsche Jugendliche in einem Auffanglager in Ägypten zusammen.

Die Klasse 11b der Rudolf-Steiner-Schule Bochum verbindet zwei Bücher der dänischen Autorin Janne Teller miteinander, „Krieg“ und „Nichts“. In den sehr persönlichen, von den Jugendlichen aktiv mitgestalteten Szenen suchen sie Antworten darauf, was im Leben wirklich zählt – fernab von Konsum- und Spaßgesellschaft in der unerbittlichen Realität des Krieges, als Flüchtling.

Innerhalb von zwölf Wochen haben die Schüler gemeinsam ein angreifendes und provokantes Stück auf die Bühne gebracht, das auch mit einer ungewöhnlichen Kulisse aufwartet: auch der Zuschauer selbst wird in die Situation eines unbequemen Aufenthaltes in der Wüste versetzt. Ulrich Thon hat auf der Grundlage der beiden Bücher und nach den Wünschen der Klasse die einzelnen Rollen geformt, Texte geschrieben und Regie geführt.

Ein Jugendlicher der Gruppe stellt die Behauptung auf, dass nichts im Leben von Bedeutung sei. Die anderen treten den Gegenbeweis an: Werden Sie Zeuge, wie ein anfangs verzweifeltes Spiel in unerbittlichen Machtspielen endet und was solch eine zufällig entstandene Zwangsgemeinschaft aus Menschen machen kann, überall auf der Welt, zu jeder Zeit.

Das Stück, das für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet ist, wird am Freitag, 27., sowie am Samstag, 28. Januar, jeweils um 20 Uhr aufgeführt. Eine weitere Vorstellung gibt es am Sonntag, 29. Januar, um 16 Uhr im Festsaal der Rudolf-Steiner-Schule, Hauptstraße 238, in Langendreer. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Andrea Schröder aus Bochum

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