Philippinen
Brutaler Faschismus unter Duterte

Coni Ledesma, Mitglied der Nationdemokratischen Front der Philippinen
  • Coni Ledesma, Mitglied der Nationdemokratischen Front der Philippinen
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Gestern besuchte ich eine interessante Veranstaltung in Gelsenkirchen der Organisation Deutsch-Philippinische Freunde e.V. Coni Ledesma, Mitglied der Delegierten der NDFP (Nationaldemokratische Front der Philippinen) berichtete vom harten Kampf der Widerstandsbewegung gegen das faschistische Duterte-Regime. "Duterte hat angeordnet: Alle 'Terroristen' töten, töten, töten, auch wenn sie schon am Boden liegen", berichtete Coni am Anfang ihres Vortrags, "'Mit 'Terroristen' meint Duterte alle Menschen, die nur eine regimekritsche Meinung gegen den Staatsapparat von Duterte und eine linke Weltanschauung haben". Sie fuhr fort: "Hunderte Personen, darunter auch Frauen, Kranke und sogar Kinder wurden von den Schergen Dutertes grausam erschossen. Duterte soll sogar angeordnet haben, Frauen in die Vagina zu schießen!"

Mit Recht kann man den Staatspräsidenten Duterte als Hitler der Philippinen bezeichnen. Coni Ledesma ist Mitglied einer Delegation der NDFP (Nationaldemokratische Front der Philippinen), die im Untergrund den Widerstand gegen Duterte organisiert und inzwischen erreichen konnte, dass es Demonstrationen gegen diese Schreckensdiktatur sowohl am 1. Mai 2021 gab als auch in einer Universität demonstriert wurde. Selbst nach den Gesetzen der Philippinen darf die Polizei und das Militär nicht gegen Demonstranten an Universitäten fortgehen - was Duterte jedoch außer Kraft setzte. "Dieser Faschist prahlte zudem damit, bis spätenstens 2022 das Land von allen "Linksterroristen" gesäubert zu haben, das wird er jedoch nicht schaffen! Kein Vorgänger dieses Präsidenten hat es geschafft, Kritiker und Widerstandkämpfer gegen den Staatsterror mundtot zu machen", teilte sinngemäß Coni Ledesma mit. "Auch läuft zur Zeit eine Klage gegen Duterte wegen Verstoss gegen die Menschenrechte vor dem Internationalen Gerichtshof", ergänzte Coni.

Die Widerstandskämpfer bekamen viel Unterstützung aus dem Ausland. Zum Aufbau der Arbeiterschule Paaralang Crispin Beltran in Manila gab es sogar ein Solidaritätsfest in 2021 der Deutsch-Philippinischen Freunde und der Internationalen Automobilarbeiter-Koordination (International Automotive Workers Coordination) in Heilbronn. Nachzulesen auf https://dp-freunde.de.

Staatsterror und Faschismus gibt es in vielen Ländern der Erde. Doch die Klasse der Unterdrückten und Ausgebeuteten ist dagegen nicht machtlos, wie der permanente Widerstand und Guerillakampf gegen Duterte beweist.

Coni schilderte auch den großen Zusammenhalt der Bevölkerung in der Corona-Krise. "Da nur ein Mensch durch die Corona-Gesetze auf die Straße durfte, war die Versorgung der Bevölkerung nicht gesichert. Unten den Menschen entwickelte sich eine große Solidarität, es wurden Volksküchen eingerichtet und das Essen an Ständen an die Leute verteilt. Viele trugen zur Versorgung bei und spendeten Lebensmittel. Das Militär der Nationaldemokratischen Front sorgte dafür, dass nicht die Armee von Duterte auch dagegen vorging!

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass unter dem jetzigen System des Imperialismus die weltweiten Krisen wie politische Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen und die Zerstörung der Natur immer weiter zunehmen. Die akutellen Beweise sind die Naturereignisse wie die Flutkatastrophe in Deutschland  oder die Waldbrände in zahlreichen Ländern der Erde wie z.B. in Griechenland und der Türkei. Duterte wird u.a. auch von den USA unterstützt und die meisten Industriebetriebe in den Philippinen sind in ausländischer Hand. Zu Recht kann an den "Bemühungen" für Gerechtigkeit vom Präsidenten der USA, Biden, gezweifelt werden.

Eine Änderung ist nur möglich, wenn sich alle Unterdrückten und Ausgebeuteten international vereinigen. Viele Teilnehmer der Veranstaltung spendeten für den philippinischen-deutschen Freundeskreis, es kamen über 500 Euro zusammen.

Zum Abschluss der Veranstaltung sangen alle gemeinsam die Internationale.

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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