Zivilcourage
Messerattacke im Linienbus: Syrer rettet Menschenleben

Fast täglich gibt es Hiobsmeldungen in den Medien. Nachfolgend eine äußerst positive Nachricht über einen syrischen Helden.

Wie der Nachrichtensender WDR 4 (Quelle: www1.wdr.de) heute berichtete, hat sich ein Syrer einem Menschen vermutlich das Leben gerettet. Bei dem Messerangriff am Montag (27.07.2020) in einem Bonner Linienbus hat sich der junge Mann dem Angreifer entgegen gestellt.  "Es ging um Leben und Tod!" beschrieb Polizeipräsident Frank Hoever die Situation. Ein 55-jähriger Mann hatte in einem Bonner Linienbus einen 22-Jährigen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Ahmad Al Sheikh zog den Angreifer von dem Opfer weg und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Dafür hat die Polizei sich heute bei ihm bedankt.

Wie berichtet wurde, hat sich nach Zeugenaussagen und nach Auswertung der Videos aus den Kameras im Bus der Helfer Ahmad Al Sheikh sich selbst in große Gefahr begeben. Er war Fahrgast in dem Linienbus 601, der in Richtung des Bonner Hauptbahnhofes fuhr.

Kurz vor Erreichen des Fahrziels bemerkte der junge Mann plötzlich Unruhe in dem Bus. Die Fahrgäste gestikulierten, drängten nach hinten, einige begannen plötzlich zu schreien. Er sah er einen Mann, der sich über einen am Boden liegenden Mann beugte und mit einem Messer auf ihn einstach.

Sofort lief der 28-Jährige los, riss den Angreifer von dem Opfer weg, umklammerte ihn und hielt in an einer Haltestange bis zum Eintreffen der Polizei fest. Anschließend begab er sich sofort zu dem Verletzten und leistete Erste Hilfe mit zwei weiteren Helfern, die in diesem Augenblick eintrafen. Ahmad Al Sheikh macht seine Ausbildung zum technischen Anästhesie-Assistenten an der Bonner Uniklinik.

Al Sheikh betonte: "Für mich war es selbstverständlich. Ich musste dem jungen Mann helfen. Ich hoffe, dass es ihm bald besser geht." Berechtigterweise kritisierte er auch die fehlende Zivilcourage der anderen Fahrgäste, die ihm bei der Überwältigung des Täters nicht halfen. Einige machten jedoch den Busfahrer aufmerksam, der die Tat nicht bemerkte. Der Busfahrer hielt sofort an und alarmierte die Rettungskräfte. Die konnten den lebensgefährlich verletzten 22-Jährigen vor Ort versorgen und in ein Krankenhaus bringen. Er konnte nach Auskunft der behandelnden Ärzte inzwischen die Intensivstation verlassen, wird aber noch längere Zeit in stationärer Behandlung bleiben müssen. Der Tatverdächtige wurde bereits dem Haftrichter vorgeführt. Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar.

Diese Heldentat des ausländischen Mitbürgers kann nicht hoch genug gewürdigt werden und sollte ein Appell an alle sein, Zivilcourage zu zeigen, sei es nur, sofort Hilfe herbeizurufen!

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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