Neue Horrormeldungen von der Station für innere Medizin im Augusta-Krankenhaus

Heute besuchte ich eine Bekannte, die in dieser Station des Augusta-Krankenhauses zusammen mit einer alten Patientin liegt. Unmittelbar neben diesem Zimmer wurde ein verwirrter Mann untergebracht. In diesem Zusammenhang ereignete sich gestern ein Vorfall, der reif für ein Actionfilm gewesen sein konnte.

Der verwirrte Mann wurde von einer Pflegekraft betreut, die sich direkt vor seiner Zimmertür befand und dort die Aufsicht hatte. Der Mann ist orientierungslos und findet bei Verlassen seines Zimmers nicht mehr zurück. Meine Bekannte, die nicht bettlägerig ist, verließ für einen Moment die Station. Als sie zurück kam, beabsichtigte sie zu duschen. Das Bad und WC liegt für ihr Zimmer anders als die übrigen Bäder auf dem Flur, ist aber ausschließlich für das eine Zimmer bestimmt.
Als sie die Bad Tür öffnete, war sie vor Schreck bald erstarrt: Der Raum war mit Kot, Urin und Blut verschmutzt und konnte nicht benutzt werden. Sie fragte die Aufsichtsperson für den verwirrten Mann, wer auf dieser Toilette gewesen ist. Nach langem Hin und Her gab sie zu, dass dieser Mann die Toilette benutzt hatte. "Er darf das doch", war ihre lakonische Antwort. Zudem fehlten in dem verschmutzten Bad noch die persönlichen Badetücher meiner Bekannten.

Bei meinem Besuch hatten meine Bekannte und ich persönlich Kontakt mit dem Verwirrten, der ziellos auf der Station herumirrte. Obwohl das diensthabende Personal sofort informiert wurde, geschah während meines Aufenthaltes nichts. Wir beiden begleiteten diesen hilflosen Mann zu seinem Zimmer und stellten dabei fest, dass er ein eigenes Bad hatte. Wie konnte die Aufsichtsperson es dann zulassen, dass dieser Hilflose fremde Toiletten benutzte? Auf Nachfrage erklärte die Aufsicht, in dem Zimmer des Mannes wäre keine Toilette.

Weiterhin leidet meine Bekannte an einer Latex-Allergie, das war dem Krankenhaus bereits durch ärztliche Gutachten vor der Aufnahme bekannt. Da die Matratzen aus Hygienegründen Latex enthalten, ist eine spezielle Auflage erforderlich. Diese spezielle Auflage war nicht vorhanden und muss erst bestellt werden! Inzwischen zeigten sich bei meiner Bekannten die ersten allergischen Reaktionen, der Rücken wies Verletzungen auf.

Dieser Tatsachenbericht stammt nicht aus dem tiefen Afrika oder einem anderen Entwicklungsland, sondern aus einem der reichsten Länder der Erde! So etwas darf es in einem Krankenhaus nicht geben, auch wenn dem Vernehmen nach nur eine Station eines Krankenhauses betroffen ist!

Noch ein Hinweis für Kostenrechner: Die Zunahme und Behandlung der Krankenhausinfektionen kommt wesentlich teurer als mehr Personal für gründliche intensive Reinigung und Hygiene!

P.S.: Vielleicht hing der Personalnotstand auch mit dem Unwetter vom Pfingstmontag zusammen. Auch das hätte vermieden werden können, wenn für die Unternehmen der Begriff "Prävention=Vorbeugung" kein Fremdwort wäre! Der Schichtwechsel hätte z.B. ausnahmsweise deutlich vor der Unwetterwarnung geschehen müssen!

Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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