18 Millonen Tonnen Lebensmittel werden weggeworfen
Überproduktion von Lebensmitteln durch tierquälerische Massentierhaltung und Monokulturen bzw. Überdüngung

Längst schon geht es bei der Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln, Obst, Gemüse und Fleisch/Wurst nicht mehr um die Bedürfnisse der Bevölkerung, sondern um die Profitgier der Argrarkonzene. Die heutige Sendung "Quarks" im WDR 3 - Fernsehen dokumentierte die sinnlose Vernichtung von noch brauchbaren Lebensmitteln.

Zu Recht machten die kleineren und mittleren Bauern auf ihrer heutigen Aktion in Bonn und anderen Regionen den Politikern klar, dass sie durch die Verschärfung der Düngeverordnung in ihrer Existenz bedroht sind. Angeblich sollen zu hohe Nitratwerte vermieden werden, die aber besonders in den Regionen auftraten, wo Massentierhaltung vorherrscht. Die hauptsächliche Ursache für die Nitratbelastung stammt nicht von kleinen und mittleren Betrieben, sie stammt aus der industriellen Massentierhaltung, vor allem mit Schweinen und Geflügel. Diese wurde erst durch die Abschaffung der Flächenbindung mit einer Begrenzung auf zwei Großvieheinheiten je Hektar und Betrieb durch die EU-Kommission möglich. Die geringe Menge von Gülle, die von den Klein - bzw. Biobauern auf die Felder aufgebracht wird, führt kaum zur Verschmutzung des Grundwassers durch Nitrate.

Nicht nur die Nitratbelastung ist ein Problem. Durch die Überproduktion der Fleischwaren durch barbarische Tierhaltung können viele Fleisch- und Wurstprodukte nicht mehr vermarktet werden und landen daher in den Müll. Abgesehen von den Verbrechen an den Tieren werden für Aufzucht und Verarbeitung der Fleischprodukte Unmengen an wertvollem Trinkwasser und auch Energie vergeudet (250 Kubikkilometer Wasser pro Jahr bundesweit!)

Die tierquälerische Massentierhaltung muss zugunsten der Förderung von Biobauern gesetzlich verboten werden! Dann wäre auch die Überproduktion von Fleisch kein Thema mehr!

Ähnliche Belastungen für die Umwelt gehen von der Überdüngung der Felder aus, die für den Gemüseanbau vorgesehen sind. Dabei geht es den Agrarkonzernen nur darum, möglichst hohe Erträge zu erzielen, was unzweifelhaft auf Kosten der Qualität der Agrarprodukte geht. Hinzu kommt, dass bei der Ernte große Mengen an Erzeugnissen, die nicht der allgemeinen Norm entsprechen oder optisch nicht schön aussehen, auf den Feldern bleiben. Auch viele Supermärkte entsorgen einwandfreies Obst und Gemüse, weil das Aussortieren von nicht brauchbaren Waren teurer ist als das Wegschmeißen!

Ebenfalls ist das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) ein irreführender Hinweis für die Verderblichkeit von Lebensmitteln, denn nach Ablauf werden sowohl von den Supermärkten als auch von Privatverbrauchern Unmengen an noch einwandfreien Lebensmitteln entsorgt!  Wer diese Lebensmitteln aus Container entnimmt, wird sogar noch kriminalisiert! Nach geltendem Recht ist dies Diebstahl, obwohl der Eigentümers bei weggeworfenen Waren sein Eigentum aufgeben hat. Diese Kriminalisierung, die höchstrichterlich noch geklärt wird, ist allein schon eine Menschenrechtsverletzung!

Warum wird das unnötige Wegwerfen von Lebensmitteln nicht gesetzlich verboten, wie es in anderen Ländern der EU wie z.B. in Frankreich, der Fall ist?

Antwort: Dadurch würden die Profite der Argrar- und Lebensmittelkonzerne stark angegriffen. Gegen die Lebensmittelverschwendung hilft nur eine Planwirtschaft unter Berücksichtigung des Tierwohls und der Ausweitung der biologischen Landwirtschaft! Der Privathaushalt kann diese Planwirtschaft realisieren: Kauft nur soviel Lebensmittel ein, wie ihr auch in einem überschaubaren Zeitraum verbrauchen könnt! Bevorzugt Produkte aus biologischem Anbau oder Fleisch aus artgerechter Tierhaltung!  (Falls das Geld nicht reicht, zumindest einen kleinen Teil dieser Produkte kaufen) Werft keine Lebensmittel weg, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist! Prüft zuvor diese Lebensmittel, ob sie noch genießbar sind (das ist in der Regel der Fall).

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Autor:

Ulrich Achenbach aus Bochum

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