Gelungenes Miteinander an der Albert-Schweitzer-Schule gefeiert
Sprache schafft Identität

74 Grundschüler nehmen zweimal wöchentlich am herkunftsprachlichen Unterricht Arabisch teil.
  • 74 Grundschüler nehmen zweimal wöchentlich am herkunftsprachlichen Unterricht Arabisch teil.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Bettina Meirose

Seit dem Schuljahr 2017 ermöglicht die Albert-Schweitzer-Schule Kindern von zugewanderten Familien aus dem arabischen Raum das Erlernen ihrer Herkunftssprache. Mittlerweile nehmen 74 Grundschüler (von insgesamt sechs Grundschulen) zweimal wöchentlich am sogenannten HSU Arabisch (Herkunftsprachlichen Unterricht) teil. Damit können sie die Sprache über den Alltagsgebrauch hinaus in Wort und Schrift erlernen und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten nach verbindlichen Maßstäben erweitern.
„Unser HSU-Lehrer Mohammed Alla gestaltet seinen Unterricht mit großem Engagement, linguistischer Fachkenntnis und pädagogischem Geschick“, weiß Christiane Gosda, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule. Er fördere die Schüler nicht nur in ihren sprachlichen Fähigkeiten, sondern stärke ihre von unterschiedlichen Kulturen geprägte Identität und ihre interkulturelle Handlungsfähigkeit.
Mohammed Alla, in Marokko geboren und aufgewachsen, ist in der Schulgemeinschaft der Albert-Schweitzer-Schule durch sein pädagogisches Engagement, die Leidenschaft für die arabische Sprache und seine offene und integrierende Persönlichkeit gleichermaßen geachtet und geschätzt. So sei er, laut Gosda, auch Vorbild für die Kinder und lebe ein gelungenes Miteinander im Bewusstsein seiner kulturellen Herkunft und der Kultur, in der er mit seiner Familie seinen Alltag lebt.
Zum Abschluss des Halbjahres kamen Kinder, Eltern und Lehrer in festlichem Rahmen zusammen. Mit kulinarischen Spezialitäten aus unterschiedlichen Ländern – ein köstlicher Beitrag zur gelebten multikulturellen Umgangskultur - wurden die Gäste verwöhnt. Die Kinder präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeiten aus dem zurückliegenden Schuljahr: Sie lasen Texte, rezitierten arabische Gedichte und Aphorismen und sangen gemeinsam Lieder. In den Vorträgen wurde nicht nur der fachliche Zuwachs an Sprachkompetenz deutlich. Hier ging es um viel mehr: die mit viel Wärme vorgetragen Worte offenbarten auch die Liebe zur arabischen Sprache und den Stolz der Kinder, dass sie die Sprache ihrer Vorfahren verstehen und sprechen. So las Yousra, 9 Jahre, aus einem arabischen Gedicht: “Ich schreibe nun die Sprache, die in meinem Herzen seit meiner Kindheit lebt.“

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