Spielzeit 2019/2020: Das neue Theaterprogramm liegt vor
"Wir wollen alle mitnehmen"

Kulturamtsleiter Andreas Kind (r.),  Kulturdezernent Willi Loeven und Sylvia Becker vom Kulturamt haben ein vielschichtiges Programm zusammengestellt.
  • Kulturamtsleiter Andreas Kind (r.), Kulturdezernent Willi Loeven und Sylvia Becker vom Kulturamt haben ein vielschichtiges Programm zusammengestellt.
  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Bettina Meirose

Theaterstücke vom Blackout bis Schtonk, Kabarett "mit Volldampf" oder ein Miniklassikklub zum Beispiel mit "Gestatten: Beethoven - Ludwig van Beethoven" - Theater- und Konzertfreunde können sich auf ein buntes Programm freuen - im Jubiläumsjahr stehen zwei Sonderveranstaltungen, "Extrastücke", an. "Wir wollen alle mitnehmen", sagt Kulturamtsleiter Andreas Kind.

Das neue Programmheft präsentiert sich mit einer Kapelle von 1921 - 1919 war nicht zu bekommen - im Jubiläumsgewand. Bewährtes und Neues ist hier zu finden. Nicht neu, aber auch noch nicht bewährt ist ein Angebot für Schüler und Studenten von 14 bis 24 Jahren: Sie zahlen, wenn sie den Last-Minute-Rabatt nutzen, für zahlreiche Veranstaltungen aus dem Theater- und Konzertprogramm nur vier Euro. Nutzen können sie das ab sieben Tagen vor der Veranstaltung. "Wer als Schüler oder Student eine Aufführung auf keinen Fall verpassen möchte, muss den normalen Preis zahlen", so Kulturamtsleiter Andreas Kind. "Wer aber mehr oder minder spontan Lust hat, Kultur zu genießen, sollte das ausprobieren - für den Preis bekommt man keinen Eintritt ins Kino!"
In der Theaterreihe A macht diesmal "George Orwell 1984" den Anfang. Der Zukunftsroman aus dem Jahr 1948 "ist aktueller denn je", ist Andreas Kind überzeugt. Der Thriller "Blackout" zeigt, was nach einem kompletten Stromausfall droht Nicht nur die Lichter gehen aus und die Ampeln funktionieren nicht mehr. "Blackout ist einer der erfolgreichsten Krimis der letzten Jahre und bereits Schullektüre", weiß Sylvia Becker vom Kulturamt. Wie man mit einem Verlust seiner Biografie umgeht, zeigt das Schauspiel "4000 Tage". Mit "Tartuffe" von Moliére ist auch ein Klassiker im Programm.
"Spatz und Engel" ist ein Schauspiel mit Live-Musik. Hier geht es um die Freundschaft von Marlene Dietrich und Edith Piaf, die für eine kurze Zeit auch eine Liebesbeziehung war. 20 Lieder der beiden werden gesungen.
Wie sagt man einem Kind, wie krank es wirklich ist, ist das Thema von "Oskar und die Dame in Rosa". Der zehnjährige Oskar hat krebs, gilt als austherapiert. Die Dame in Rosa bringt ihn dazu, sich einen Tag wie zehn Jahre seines Lebens vorzustellen und jeden Tag dem lieben Gott einen Brief darüber zu schreiben, was ihn bewegt. So erlebt Oskar ein ganzes Menschenleben, erste Liebe, Heirat, Midlife-Crisis, bis er mit seinen dann gefühlten 110 Jahren zu müde ist, um noch älter zu werden. "Das Stück geht unter die Haut, hat aber auch heitere, humorvolle Züge", sagt Sylvia Becker.
Das Boulevard-Schauspiel "Mr. President First", die Komödien "Funny Money", "die Niere" mit dem ehemaligen Tatort-Kommissar Dominic Raacke, "Taxi Taxi - doppelt hält besser" oder "Schtonk!"sind Stücke aus der Theaterreihe B. Hier darf man sich auf gute Unterhaltung freuen. Weder in die Reihe A noch B passen die beiden "Extrastücke" " Can Dündar, Verräter" und "Der Chinese". "Can Dündar ist topaktuell - es wird auf jeden Fall spannend", sagt Kulturdezernent Willi Loeven. "'Der Chinese' ist lustig, regt aber auch zum Nachdenken an."
Politik ist in der Reihe Kabarett angesagt. Hier wird sich, neben Jens Neutag oder Storno, einem Trio aus Münster, das schnell für ausverkaufte Hallen sorgt, auch Simone Solga die Ehre geben.
Kinder frühzeitig an Musik heranführen möchte die Reihe Mini- oder KinderKlassikKlub. Hier zum Beispiel wird sich Beethoven die Ehre geben. Außerdem gibt es Kindertheater mit Schlossgespenst oder Rotkäppchen, Kammerkonzerte mit "Best of NRW", die vielleicht die Stars von Morgen sind, Chorkonzerte, eine ganz besondere Ausstellungseröffnung im Malakoffturm am 20. Oktober und Junges Theater im Filmforum. Das Programm liegt im Kulturzentrum und ist ab nächster Woche auch zum Beispiel beim Stadtspiegel, in den Bürgerbüros oder in der Bücherei Kirchhellen zu bekommen.

Autor:

Bettina Meirose aus Bottrop

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