Sauerländer Rudi Müllenbach schreibt Bottrop-Krimi

Mit „Bottrop kocht noch“ hat Rudi Müllenbach sein erstes Buch vorgelegt. Das nächste ist schon so gut wie fertig.
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  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Judith Schmitz

Schon als Student ist Rudi Müllenbach häufig durchs Revier gekutscht - das brachte der Nebenjob bei einem Arzneimittel-Lieferdienst so mit sich. Die Faszination dieser Region hat ihn auch später nie losgelassen. „Allein schon so ’ne Currywurst an der Bude“, grinst der Iserlohner.

Kein Wunder also, dass sich diese Leidenschaft bei dem kreativen 60-Jährigen eines Tages niederschlagen musste. Rudi Müllenbach hat ein Buch geschrieben, geworden ist es - irgendwie scheint sich das hier anzubieten - ein Krimi: „Bottrop kocht noch“.

In der Nähe des Stadtparks wird eine junge Frau tot aufgefunden, später erschüttert eine Gasexplosion die Stadt. Es treten auf: Udo Blitze, Sondereinsatzkommando gegen das organisierte Verbrechen, Ellen Schrader, Staatsanwältin, der zwielichtige Unternehmer Wüllner, die schöne Russin Raisa, ein Truckerfahrer und der niederländische Kommissar Wim Snijder - schließlich ist die holländische Grenze nicht so weit entfernt. Thema: der internationale Frauenhandel, die Russenmafia, dunkle Geschäfte scheinbar ehrbarer Bottroper - und natürlich auch Liebe und Leidenschaft. „Es sollte ja kein Heimatroman werden“, sagt der Autor, dessen Vorliebe für die Band „Supertramp“ dem Leser nicht verborgen bleiben wird.

Eine Leseratte war Rudi Müllenbach immer schon, dass er jetzt selber in die Computertastatur gehauen hat, hat er auch seiner Tochter zu verdanken. „Schreib doch mal selbst“, hat sie gesagt - und damit einer Idee, die schon länger in Müllenbachs Kopf herumgeisterte, zur Verwirklichung verholfen. Zwei, drei Jahre hat es gedauert, bis „Bottrop kocht noch“ wirklich in den Regalen der Buchhandlungen lag. Auf das Thema Frauenhandel fiel die Wahl, weil „mich dieses Thema sehr erschüttert“, wie der Sauerländer erzählt. „Die Grundidee war von Anfang an da, der Rest entsteht dann beim Schreiben.“

Rudi Müllenbach hatte nicht nur richtig Spaß an seiner Schriftsteller-Rolle, er ist auch direkt bestärkt worden, weiter zu machen. „Bei einem Krimiwettbewerb bin ich unter die 20 besten von 500 Autoren gekommen“, grinst er zufrieden, und schon bei seiner ersten Lesung gingen 50 Exemplare des Buches über die Ladentheke. Wen wundert es also, dass Krimi Nummer zwei schon so gut wie fertig ist: „Der Tote im Taubenschlag“, lautet der Arbeitstitel. Klischees sterben halt zuletzt.

HINTERGRUND

Am heutigen Samstag, 1. März, 11 Uhr, liest Rudi Müllenbach in der Mayerschen Buchhandlung an der Hochstraße aus „Bottrop kocht noch.

Rudi Müllenbach, Jahrgang 1953, lebt in Iserlohn und arbeitet als Lehrer an einer Förderschule. In seiner Freizeit ist er Sänger einer Rock‘n Roll Band, moderiert im Eishockeystadion der „Iserlohn Roosters“ und ist als freier Mitarbeiter beim Lokalradio tätig.

„Bottrop kocht noch“ ist im Schardt Verlag erschienen, ISBN 978-3-89-841-706-8, Preis 12,80 Euro.

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