Ursprüngliche Idee am Rathaus Castrop- Rauxel wird wieder realisiert
Wasser kehrt zum Europaplatz zurück

Schöne Aussichten: Geschwungene Dächer, transparente Architektur, klare Gebäudestrukturen, die sich in den breiten Fensterfronten und im Wasser und spiegeln – so soll es bald wieder sein.
  • Schöne Aussichten: Geschwungene Dächer, transparente Architektur, klare Gebäudestrukturen, die sich in den breiten Fensterfronten und im Wasser und spiegeln – so soll es bald wieder sein.
  • Foto: Foto: Architekturbüro Anke Langweige
  • hochgeladen von Claudia Prawitt

Geschwungene Dächer, transparente Architektur, klare Gebäudestrukturen, die sich in den breiten Fensterfronten und im Wasser und spiegeln – so hatte Arne Jacobsen, der dänische Stararchitekt, das Castrop-Rauxeler Rathaus in den 1960er Jahren erdacht.

Als Big Beautiful Building wurde das Rathaus in Castrop-Rauxel noch im Kulturerbe-Jahr 2018 ausgezeichnet. Doch der Zahn der Zeit hat Spuren hinterlassen. So wurde 2004 das Wasserbassin um den Ratssaal wegen technischer Mängel zugeschüttet. Es tropfte schlicht unter anderem in die darunterliegende Tiefgarage. Eine Sanierung schien mit den damaligen Mitteln zu aufwendig und kostspielig. Auch die heutigen großen Blumenbeete auf dem Forumsplatz waren einst mit Wasser gefüllt.

Wasserbassin, 2. Versuch

Jetzt wird die ursprüngliche Idee des Komplexes am Europaplatz mit der Gelsenwasser AG an der Seite der Forum Betriebsgesellschaft GmbH und der Stadtverwaltung wieder realisiert.
In der vorangegangenen Woche wurde die damals verfüllte Erde aus dem Wasserbassin entfernt. Zunächst wird nur der Bereich vor dem Ratssaal in Angriff genommen sowie die Blumenbeete auf dem Europaplatz in den Ursprungszustand zurückversetzt.

Im Zuge des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes am Stadtmittelpunkt könnten dann auch die umlaufenden Seiten des Ratssaales einbezogen werden, damit denkmalkonform der Originalzustand wiederhergestellt werden kann.

Stadtbaurätin Bettina Lenort unterstreicht den klimaevidenten Nutzen von Gewässern: „In der Verbindungslinie zwischen Castroper Holz und Grutholz kann die Rückkehr des Wassers auf dem Europaplatz zur Herstellung einer Kaltluftschneise nur hilfreich sein. Das erschließt sich jedem, der in der prallen Sonne einmal über den Europaplatz gegangen ist.“

Keine räumliche Absperrung nötig

Rund 220 qm umfasst die zukünftige Wasserfläche am Ratssaal mit einer Länge von knapp 38 Metern und einer Breite von 5,6 Metern. Die Wassertiefe liegt bei ca. 28 Zentimetern und entspricht damit den Vorgaben, die man auch bei Spielplätzen kennt, sodass keine räumliche Absperrung nötig ist. Das beauftragte Castrop-Rauxeler Architekturbüro Langweige hat bei der Planung auch die kleinen Wasserfontänen berücksichtigt, die es bereits in der früheren Planung gab.

Von der teilweisen Rückkehr zur ursprünglichen Gestaltung verspricht sich die FORUM Betriebsgesellschaft mbH, die die Stadt- und Europahalle betreibt, auch eine Aufwertung des Platzes. „Durch das Wasser wird es eine echte Attraktivitätssteigerung geben, damit verbunden hoffen wir natürlich auch auf eine Steigerung der Nachfrage für unsere Hallen und damit gegebenenfalls auch auf ein noch vielfältigeres Angebot für die Castrop-Rauxeler“, begründet Forums-Chef Peter Breuer sein Engagement für die Platzgestaltung. Die Forum Castrop-Rauxel Betriebsgesellschaft wird dementsprechend auch die Pflege der Wasserbassins übernehmen.

Platzcharakter am Stadtmittelpunkt

Mit der Wiederherstellung des Platzcharakters soll der Komplex am geografischen Stadtmittelpunkt wieder zu dem werden, was das Gutachten zum Architekturwettbewerb 1966 dem Europaplatz bescheinigte: statt eines bloßen „Rathauskomplexes einen für die Bürgerschaft bestimmten, würdigen Stadtraum zu schaffen“.

Autor:

Claudia Prawitt aus Lünen

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