Mit der Stadtbibliothek eine Reise ins 15. Jahrhundert - Gutenberg trifft E-Book

Konzentriert schreiben die 4.-Klässler der Bruchschule mit der Gänsefeder das ABC. Im Hintergrund Klaus Prpitsch (links) und Klassenlehrer Heinrich Tekolf im Gespräch. Foto: jage
  • Konzentriert schreiben die 4.-Klässler der Bruchschule mit der Gänsefeder das ABC. Im Hintergrund Klaus Prpitsch (links) und Klassenlehrer Heinrich Tekolf im Gespräch. Foto: jage
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Anlässlich den 550. Todestages von Johannes Gutenberg, dem Erfinder des Buchdruckes ist eine interessante Mitmach-Ausstellung in der Räumlichkeiten der Kinder und Jugendbibliothek entstanden.

In Mönchskutten gekleidet sitzen die 4. Klässler der Bruchschule an den Schreibpulten. Ihre Mentoren in den nächsten zwei Stunden sind Bibliotheksleiterin Edith Mendel und Klaus Prpitsch. Die Schülerinnen und Schüler lauschen gespannt den Erzählungen von Klaus Prpitsch, der vor seiner Pensionierung als Lehrer unterrichtet hat: „Zuerst war das schreiben mit der Gänsefeder. Die hat man genommen weil Rohstoffe sehr rar waren und die Beschaffenheit der Feder, mit seinem dicken und langem Kiel, sich gut eignete.“

Schreiben mit einer Gänsefeder
Abschriften von Büchern dauerten damals oft ein bis zwei Jahre. „Das schreiben mit einer Feder ist gar nicht so einfach“, bemerkt Klassenlehrer Heinrich Tekolf. "Über den Flyer haben wir von der Ausstellung erfahren. Vor zwei Jahren waren wir mit der Klasse schon in der Ausstellung Kakao & Schokolade, schnell war klar, dass wir mit den Schülerinnen und Schülern auch mehr über Gutenberg und den Buchdruck erfahren möchten.“

Und die Kinder sind mit großer Aufmerksamkeit und Freude dabei, auch wenn es manchmal nicht beim ersten mal klappt. Die Zweite Gruppe der Klasse darf sich in der Druckwerkstatt probieren. Hier steht ein Modell der ersten Druckerpresse. Allein die schweren Bleiletter lassen die Kinder erahnen, wie schwer es war, Buchstabe für Buchstabe zu setzten, bis eine ganze Seite gar ein ganzes Buch gedruckt war.
„Es ist ein umfangreiches Thema. Wir möchten das ganze aber interessant gestalten und Wissen durch haptisches Vergnügen vermitteln“. Und es funktioniert. Die Bibliotheksleiterin erzählt weiter, dass ein Schüler so viel Spaß am Schreiben mit der Feder und am Drucken mit den Handlettern hatte, dass er zu den öffentlichen Workshops mit seiner Familie noch einmal wieder kommen wird.

Betrag zum europäischen Kulturerbejahr
Die Ausstellung ist nebenbei ein anerkannter Beitrag im europäischen Kulturerbejahr. Unter dem Titel "sharing Heritage“ ist die Dinslakener Stadtbibliothek als einzige öffentliche Einrichtung mit einem Projekt dabei. Herzlichen Glückwunsch.

Öffentliche Termine und Workshops
Gruppen und Schulklassen werden gebeten Termine zu vereinbaren, die sind in der Regel am Vormittag unter der Woche. Für Familien und Privatpersonen werden folgende Termine angeboten: Jeweils Samstag den 17. März, 7. und 21. April, 5. und 19. Mai, 2. und 16. Juni, 7. und 21. Juli, 4. und 18. August, 1. und 15. September, 6. und 20. Oktober. Immer in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Die Karten sind ab sofort in der Kinderbücherei erhältlich. Kinder bis 18 Jahre zahlen 3 und Erwachsene 5 Euro.

Autor:

Janutschka Perdighe aus Dinslaken

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