Kümmerin im Bumenviertel
Zusammenwachsen im Quartier

Nehmen sich Zeit für die Menschen im Blumenviertel (v.l.n.r.): Barbara Förster (Einrichtungsleitung Alfred-Delp-Haus), Petra van Meerbeck (Fachbereichsleitung Pflege und Beratung), Neele van Meerbeck (Altenberatung), Guido Busch (Fachbereichsleitung Existenzsicherung), Michael van Meerbeck (Caritas Direktor), Carolin Nederkorn (Kümmerin im Blumenviertel), Bettina Schäfer (Leitung Düppelpunkt) und Jessica Tepass (Demenzberatung).
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  • Nehmen sich Zeit für die Menschen im Blumenviertel (v.l.n.r.): Barbara Förster (Einrichtungsleitung Alfred-Delp-Haus), Petra van Meerbeck (Fachbereichsleitung Pflege und Beratung), Neele van Meerbeck (Altenberatung), Guido Busch (Fachbereichsleitung Existenzsicherung), Michael van Meerbeck (Caritas Direktor), Carolin Nederkorn (Kümmerin im Blumenviertel), Bettina Schäfer (Leitung Düppelpunkt) und Jessica Tepass (Demenzberatung).
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Carolin Nederkorn nimmt sich als "Kümmerin" Zeit für die Menschen im Dinslakener Blumenviertel Als neue Mitarbeiterin und "Kümmerin im Blumenviertel" wurde in der vergangenen Woche Carolin Nederkorn im Alfred-Delp-Haus vorgestellt. Sie ist ab sofort Ansprechpartnerin für die Menschen vor Ort.
Gut besucht war der Gottesdienst in der Kapelle im Alfred-Delp-Haus am Baßfeldhof im Dinslakener Blumenviertel am vergangenen Donnerstag. Ein schöner Rahmen, um an diesem Ort der Begegnung den Anwesenden Carolin Nederkorn vorzustellen, findet Caritas-Direktor Michael van Meerbeck.
Die 23-Jährige Sozialpädagogin hat seit dem 15. Januar als neue Mitarbeiterin des Caritasverbandes die Rolle als „Kümmerin im Blumenviertel“ übernommen.
Aufeinander achten, den Blick auf den Menschen haben, dass es ihm gut geht, und laut aufrufen müsse man, wenn Fehlentwicklungen erkennbar sind, appelliert er in seiner Ansprache. „Wir brauchen Menschen, die füreinander da sind, denn auch die Not wohnt im Blumenviertel“, so Meerbeck. Dafür müsse man sich Zeit nehmen.
Neben den festen Anlaufstellen im Düppelpunkt und im Alfred-Delp-Haus, wird Carolin Nederkorn zukünftig auch „draußen“ unterwegs sein und helfen, wo Hilfe benötigt wird.

Zweijähriges Projekt wird gefördert

Gefördert wird das zunächst auf zwei Jahre befristete Projekt von der Europäischen Union, dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. 20 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 180.000 Euro werden von der Caritas übernommen.
Einen guten ersten Eindruck habe sie sich schon verschaffen können. „Ich bin unvoreingenommen hierhergekommen, habe den Menschen erstmal zugehört“, erzählt Nederkorn, „ich war überrascht, wie positiv, offen und ehrlich die Menschen im Blumenviertel sind.“ Dennoch gebe es viele Themen, die angegangen werden müssen. Und: Die Menschen nehmen bereits Kontakt zur Sozialpädagogin auf, schildern ihren Hilfebedarf.
Einige Behördengänge konnte sie schon unterstützend begleiten. „Eine junge Frau habe ich zur Wohngeldstelle begleitet und eine ältere Dame zur Demenzberatung weitergeleitet, dort konnte ihr dann weitergeholfen werden“, sagt sie. Viele Menschen wüssten gar nicht, welche Hilfe sie in Anspruch nehmen können.

Ansprechpartnerin für alle Atersgruppen

Ein großes Thema seien alleinerziehende Väter und Mütter, ältere demenziell Erkrankte, aber auch ältere Menschen, bei denen die Rente einfach nicht ausreicht, erzählt die gebürtige Rheinbergerin. Nach dem Studium in Nijmegen (NL) war sie bis Ende 2018 in der aufsuchenden Sozialarbeit in Moers tätig. Als „Streetworkerin“ bestand ihre Aufgabe darin, junge Leute, beispielsweise mit Drogenproblemen oder in Wohnungsnot geratene, wieder an das Regelsystem anzubinden.
Aber auch die Arbeit mit älteren Menschen ist für die sympathische 23-Jährige nicht neu: „Während des Studiums habe ich ein längeres Praktikum im Altenheim absolviert und konnte dort ausreichend Erfahrungen sammeln.“
„Wir wünschen uns mündige Bürger, die lange und eigenständig leben können“, sagt van Meerbeck, keiner dürfe sich in seiner Armut verstecken. Die angebotene Hilfe würde gerne angenommen, stellt er immer wieder fest.
Die geschaffene Stelle von Carolin Nederkorn im Team der Stadtteilhilfe und der Sozialberatung sei eine enorme Bereicherung. „Wir sind in letzter Zeit an unsere Grenzen gestoßen“, sagt die Leiterin des Beratungszentrums Düppelpunkt, Bettina Schäfer. „Wir benötigen einfach mehr Zeit, um uns die Ängste und Sorgen der Menschen anzuhören und zu vermitteln.“ Dies sei vor allem bei der Lebensmittelausgabe vonnöten.
Caroline Nederkorn wird sich künftig mit allen Altersgruppen beschäftigen und mit „offenen Ohren und Augen“ aufsuchende Arbeit im Blumenviertel betreiben. Als Kümmerin wird sie sich Zeit für die Menschen nehmen - „egal mit welcher Sorge.“ Erreichbar ist Carolin Nederkorn ist im Düppelpunkt, Düppelstraße 2, 46537 Dinslaken, unter Tel. 02064-6218976 oder c.nederkorn@caritas-dinslaken.de und bei folgenden Angeboten: Nachbarschafts- und Stadtteilhilfe, Düppelstraße 2, montags bis freitags, 9 bis 17 Uhr; im Café Düppelchen, Düppelstraße 2, 9 bis 11 Uhr, mit Lebensmittelausgabe ab 9 Uhr; Sozialberatung im Alfred-Delp-Haus, Baßfeldhof 16, 9 bis 12 Uhr. Anlaufstellen  Erreichbar ist Carolin Nederkorn im Düppelpunkt, Düppelstraße 2, 46537 Dinslaken, unter Tel. 02064-6218976 oder c.nederkorn@caritas-dinslaken.de. Anzutreffen ist sie bei folgenden Angeboten der Caritas: Nachbarschafts- und Stadtteilhilfe, Düppelstraße 2, montags bis freitags, 9 bis 17 Uhr; im Café Düppelchen, Düppelstraße 2, 9 bis 11 Uhr, mit Lebensmittelausgabe ab 9 Uhr; Sozialberatung im Alfred-Delp-Haus, Baßfeldhof 16, 9 bis 12 Uhr. Kümmerin im Blumenviertel

Nehmen sich Zeit für die Menschen im Blumenviertel (v.l.n.r.): Barbara Förster (Einrichtungsleitung Alfred-Delp-Haus), Petra van Meerbeck (Fachbereichsleitung Pflege und Beratung), Neele van Meerbeck (Altenberatung), Guido Busch (Fachbereichsleitung Existenzsicherung), Michael van Meerbeck (Caritas Direktor), Carolin Nederkorn (Kümmerin im Blumenviertel), Bettina Schäfer (Leitung Düppelpunkt) und Jessica Tepass (Demenzberatung).
Carolin Nederkorn ist die neue Ansprechpartnerin und "Kümmerin im Blumenviertel". Foto: Dunja Vogel
Autor:

Dunja Vogel aus Voerde (Niederrhein)

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