Christopherus-Schüler führen ein besonderes Stück auf

Jeder könnte Flüchtling sein! - Füchtlingsweste und Kappe werden weitergegeben.
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Theater von und mit Menschen mit geistiger Behinderung ist immer etwas Besonderes. Am Samstag, 18. Juni, und Sonntag, 19. Juni, wird jeweils um 16 Uhr in der Christopherus-Schule in Holzen, Kreisstraße 55, ein Theaterprojekt mit einem brandaktuellen Thema aufgeführt: Die Schülerinnen und Schüler der Waldorf-Förderschule spielen auf berührende Weise die Lebensgeschichte ihres Hausmeisters, der in den 90er Jahren aus dem Kosovo vor Krieg und Gewalt fliehen musste.

"Wir wollen Ihnen von einem Mann erzählen, der einmal glücklich war und dann durch den Krieg unglücklich wurde und fliehen musste. Jedem kann es geschehen. Auch Ihnen. Auch Ihnen. Und Ihnen. Jeder von uns kann Hassan sein." So heißt es zu Beginn des Spiels. Im weiteren Verlauf wechseln eine Weste und eine Kappe von Schüler zu Schüler. Auch ins Publikum werden Weste und Kappe gereicht und machen klar: Jeder kann zum Flüchtling werden.
Das Stück spielt im Jahr 1990. Hassan baut zusammen mit seinen Freunden an seinem Haus. Seine Freunde sind Serben, Kroaten und Kosovaren. Hassan ist frisch verliebt in Jasmina und das Glück der Beiden scheint vollkommen.
Doch aus Freunden werden Feinde. Ein Herrscher ist tot, ein anderer macht neue Gesetze, teilt neu ein und entzieht den Menschen den Boden unter den Füßen.
Die Freunde entzweien sich. Hassans und Jasminas Traum vom Glück zerbricht und lässt zwei ratlose junge Menschen zurück.

Der Traum von Frieden

Es herrscht Krieg. Verstört wanken die Menschen durch die zerstörte Stadt und schreien ihre Not heraus. Hassan hört eine Innere Stimme, die ihm rät, zu fliehen. Er und Jasmina tragen in sich den Traum von Frieden, der sich wie ein Regen auf Stadt, Land und Menschen legen soll.
Die Menschen verlassen ihre Heimat, auf Koffern sitzend teilen sie ein letztes Mal ihre Liebe zur Heimat, Brot und Nähe. Dann geht jeder alleine seinen eigenen Weg.
Hassan und Jasmina sind in Deutschland angekommen. Sie werden von Stadt zu Stadt geschickt, bis sie endgültig Dortmund zugewiesen werden. Alles kostet unendlich viel Kraft. Und als die Verzweiflung am größten ist, Jasmina in Tränen ausbricht, da beginnt das Wunder. Menschen kreuzen ihren Lebensweg und mit Zuneigung und Hilfe der Menschen beginnen die ersten Schritte in das neue Leben hinein.
Der Hausmeister (ein Stück von Krieg, Flucht und Ankommen)
Die Aufführungen sind am Samstag, den 18. Juni und am Sonntag, den 19. Juni. Beginn ist jeweils um 16.00 Uhr. In den Pausen wird ein Imbiss angeboten. Der Eintritt ist frei.

Jeder könnte Flüchtling sein! - Füchtlingsweste und Kappe werden weitergegeben.
Flüchtling Hassan (mit Weste und Kappe) an der Pommesbude "Harrys heiße Hütte".
Autor:

Lokalkompass Dortmund-Süd aus Dortmund-Süd

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