Landmarken auf Knepper werden am 17. Februar gesprengt
210 Meter hoher Schornstein fällt

Das markante Ensemble aus Kühlturm, Schornstein und Kesselhaus wird am 17. Febraur gesprengt.
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  • Foto: Schütze
  • hochgeladen von Andreas Meier

Am 17. Februar werden die markanten Landmarken weichen. Kesselhaus, Kühlturm und Schornstein vom alten Kohlekraftwerk Gustav Knepper in Oestrich werden im Zuge der Rückbauarbeiten gesprengt.

2017 kaufte die Hagedorn Unternehmensgruppe das bereits 2014 stillgelegte Kraftwerk von Uniper und dem EON Konzern. Das Areal zwischen Castrop-Rauxel und Dortmund mit seinen 580 000 Quadratmetern Fläche wird einer neuen Nutzung zugeführt. Die Deutsche Sprengunion, eine Hagedorn Tochtergesellschaft, übernimmt die Sprengung und hat in Vorbereitung bereits über 1.500 Bohrungen durchgeführt. Der 210 Meter hohen Schornstein, der 128 Meter hohe Kühlturm und das knapp 70 Meter hohe Kesselhaus werden bald Geschichte sein.

Sperrbereich wird eingerichtet

Für die Sprengung wird rund um die Sprengobjekte ein Sperrbereich von 350 m bis 620 m errichtet. Im unmittelbaren Nahbereich werden zudem Evakuierungen stattfinden. Ferner gibt es umfangreiche Straßensperren rund um den Bereich und keine Parkmöglichkeiten in der Nähe des Geländes. Die Bürger werden gebeten, den Sperrbereich weiträumig zu umfahren und bei Interesse mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Die Evakuierung startet am Sonntagmorgen um 8 Uhr. Alle evakuierten Anwohner sind dann zu Gast bei Hagedorn und werden in der Wärme eines eigens aufgestellten Zeltes zu einem Frühstücksbuffet eingeladen.
Gegen 11 Uhr findet die erste Sprengung statt. Das Kesselhaus wird den Anfang machen und kurz darauf folgen Schornstein und Kühlturm. Gut 28.400 t Stahlschrott und Bauschutt werden von den drei Gebäuden übrigbleiben.

Hintergrund

Das stillgelegte Kohlekraftwerk Gustav Knepper liegt im Stadtbezirk Mengede an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel.
Benannt wurde es nach dem Bergwerksdirektor Gustav Knepper. Die Altblöcke A/B lagen auf Dortmunder Stadtgebiet. Block C liegt auf Castrop-Rauxler Grund.
Das Steinkohlekraftwerk wurde von 1951 bis 1971 auf dem Areal der Schachtanlage Gustav errichtet. Betreiber des Kraftwerks war zuletzt der Uniper-Konzern. Block C des Kraftwerkes wurde 1971 mit einer Leistung von 340 MW in Betrieb genommen.
Die Blöcke A und B mit je 64 MW wurden 1990 stillgelegt. Am 23. Dezember 2014 wurde das Kraftwerk komplett stillgelegt.
2017 übernahm die Hagedorn-Gruppe die 59 Hektar große Kraftwerksbrache. Der neue Eigentümer will das Gelände bis 2021 revitalisieren und die Fläche baureif machen für Industrie und Gewerbe. Quelle: wikipedia

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