Beigeordneter Keller gegen Sicherungsmaßnahmen am Rheinufer

Eine falsche Bewegung reicht
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Am Rosenmontag stürzte ein 66-Jähriger Rentner von der Kaimauer an der Rheinwerft unterhalb des Rathausufers in die Tiefe. Dabei kam dieser zu Tode. Dies geschah, weil ein Absperrtor offensichtlich nicht gesichert war. Normalerweise sind sie mit nur zwei Stiften gesichert. Diese können aber von jedem entfernt werden.
Jedes Jahr kommen Tausende Besucher an die Rheinpromenade. Darunter viele Familien mit Kindern. Es kann immer wieder beobachtet werden, dass sich - nicht nur Kinder - auf die Kaimauern niederlassen, da diese wegen der geringen Höhe keine Barriere darstellen. Ebenfalls sehr gefährlich ist es hinter der Absperrung am unteren Werft. Dort setzen sich viele junge Menschen insbesondere in den Sommermonaten auf die 60 Zentimeter Pfeilern und genießen das schöne Wetter und nicht selten auch Alkohol. Eine unüberlegte Bewegung und man fälltt zehn Meter in die Tiefe.

Peter Ries, Bezirksvertreter in Garath sowie Fraktionsmitglied der FREIEN WÄHLER und Mitglied im Ordnungs- und Verkehrsausschuss, reichte daher in der vergangenen Ausschusssitzung folgende Fragen ein: 1.) Welche erweiterten Sicherungsmaßnahmen sind an den Zugängen der unteren Rheinwerft sowie zwischen Oberkasseler Brücke und Yachthafen geplant oder durchgeführt worden? 2.) Können noch Mittel aus dem Projekt „Leben/Gefühl/Stadt“ auch für erweiterte Sicherungsmaßnahmen am Rheinufer freigesetzt werden? Die Beantwortung der Fragen waren überaus unbefriedigend, da die Stadt kein Handlungsbedarf zur Sicherung des Rheinufers sieht.

„Als Eigentümer des Geländes ist die Stadt für die Verkehrssicherungspflicht zuständig und muss Gefahrenquellen ausschalten. Dabei würden zwar nur naheliegende und erkennbare Gefahren berücksichtigt und nicht jede theoretisch mögliche Gefahr. Jedoch handele es sich spätestens nach dem tödlichen Unfall von Rosenmontag nun um eine erkannte Gefahrenquelle, die es auszuschalten gilt“, so Ries.

Walter F. weiß zu berichten: „Seit Jahren werde die Sicherung des Rheinufers bis zum Yachthafen aus rein monetären Erwägungen verhindert, weil die bis 2003 bestehende Düsseldorfer – jetzt Neuss Düsseldorfer Häfen gegen eine erweiterte Ufersicherung mit Geländer wären. Der Hintergrund sei, dass Yachten und Schiffe dann ihre Landungsbrücken und Stege ans Ufer anlegen können, weil dann die Sicherungsgeländer stören würden“.

Die Tore zum Reinufer können nur zur Rheinseite geöffnet werden. Durch einfache Änderung des Anschlages gingen sie zur Straßenseite auf. Laut SPD störe dies aber Fahrradfahrer, die daran vorbeifahren, wenn das Tor geöffnet werde; obwohl sich der Fahrradweg viel weiter entfernt befindet.

Die Absperrseile am unteren Rheinufer sollen zum Schutz gedacht sein, damit niemand abstürzen kann. Fakt: Diese Seile halten niemanden davon ab, sie zu überwinden, um der Gefahr eines Absturzes noch näher kommen zu können.

Weder Polizei noch Ordnungsamt oder Wasserschutzpolizei seien dafür zuständig die Überwindung der Absperrung durch unvorsichtige Genossen zumindest mit einem Verweis zu ahnden.

Das heißt: Nichts wird sich ändern. Auch wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“.

Doch, es hat sich was geändert: Man hat die niedlichen Tore nun mit je einem kleinen Sicherheitsschloss abgesperrt - das war´s.

Autor:

Peter Ries aus Düsseldorf

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