Spahn gefährdet Patientensicherheit

Die von Minister Spahn (CDU) vorgesehene Pflegepersonaluntergrenze im Krankenhausbereich gefährdet die Patientensicherheit, ist ein Affront gegen alle beruflich Pflegenden.

Zur Erinnerung: in den letzten 25 Jahren stieg die Anzahl der Ärzte um 66 Prozent, im gleichen Zeitraum stagnierte trotz Arbeitsverdichtung die Anzahl der Pflegekräfte oder nahm teilweise ab.  Jens Spahn hat medienwirksam Personaluntergrenzen lediglich für vier Bereiche in den Krankenhäusern angekündigt, im Koalitionsvertrag waren Untergrenzen für alle Abteilungen im Krankenhaus vereinbart.

Wo bleibt die Stimme der SPD? 

Die Pläne unterschreiten die Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft und des Spitzenverbandes der Krankenkassen. Universitätskliniken, die bereits mehr Personal vorhalten, haben die Möglichkeit Pflegepersonal abzubauen. Wem nutzt eine starre Personalbemessung? Der tatsächliche Pflegebedarf muss maßgeblich sein. Der Gesundheitsminister bleibt mit seinen Forderungen nicht nur hinter internationalen Erfahrungen und Standards für eine angemessene Versorgungsqualität und Patientensicherheit zurück, dies bemängelt auch der Verband der Pflegedirektoren

Der Marburger Bund -der Ärzteverband- schreibt dazu:“ Die in der Verordnung festgelegten Pflegepersonaluntergrenzen könnten nur Aufschluss über die in den Krankenhäuser derzeit herrschenden ökonomisch optimierten, jedoch pflegetechnisch völlig unzureichenden Personalkonstellationen geben.“   

So gelingt keine Motivation oder gar Mitarbeiterzufriedenheit in der Pflege, von einer Gefährdung der Patienten ganz zu schweigen.

Wo bleibt die Stimme der SPD?

Autor:

Siegfried Räbiger aus Oberhausen

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