Eine Stadt im Wandel
Was 2019 in Düsseldorf ansteht

Im Medienhafen soll sich einiges tun. Foto: Michaelis
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Der Kö-Bogen 2 nimmt Gestalt an, Bagger und Baustellen prägen das Bild rund um den Hauptbahnhof und in den Stadtteilen tut sich auch einiges: Düsseldorf ist im stetigen Wandel. Was im gerade gestarteten 2019 auf der Agenda steht, weiß Sven Schulte, Referent der Industrie- und Handelskammer.

Wenn es darum geht, wie die Stadt sich in Zukunft entwickeln wird, blickt er noch einmal ins Jahr 2018 zurück. "Da wurde das Raumwerk D gestartet", so Schulte. Bei diesem städtebaulichen Entwicklungskonzept geht es darum, Potentiale, Konsequenzen und Herausforderungen der künftigen Stadtentwicklung zu gestalten und analysieren. Ein wichtiger Punkt ist dabei, dass die Bürger mit eingebunden werden. Im vergangenen Jahr gab es Veranstaltungen und die Möglichkeit online Vorschläge zu machen. Innerhalb der kommenden Jahre werden im Rahmen des Raumwerk D Aussagen für die zukünftige gesamtstädtische Entwicklung der Stadt weiter zusammen mit den Bürgern erarbeitet. Apropos Stadtentwicklung: Seit Sommer 2018 plant das Forum Stadtmarketing den Rheinboulevard. Dieser soll die drei Einkaufsquartiere Schadowstraße, Kö und Altstadt miteinander verbinden. "Die Idee soll dieses Jahr forciert werden", so Schulte.
In der Innenstadt sind weitere Änderungen offensichtlich, so nimmt der Kö-Bogen 2 Form an.
Und in den Stadtteilen? "Wir werden uns in diesem Jahr um den Medienhafen kümmern", so Schulte. Gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen werde diskutiert, wie es weitergehen und wie sich der Medienhafen entwickeln soll. "Der Medienhafen hat viel Potential, er ist ein guter Ort, aus dem man noch mehr machen kann", sagt Schulte. Dieses Gebiet liege in diesem Jahr im Fokus.
Was nicht heißt, dass es in anderen Stadtteilen nicht weitergeht. "Im Rahmen von Garath 2.0 gibt es dort seit dem vergangenen Jahr eine Citymanagerin", sagt Schulte. Dadurch komme neuer Schwung in den Stadtteil. Schulte: "Das läuft jetzt an." Gerade erst teilte die Stadt auch mit, dass nach dem erfolgreichen Start des Quartiermanagements das Projekt nun in 2019 weiter Fahrt aufnehme. Aus Mitteln der Europäischen Union (EFRE) stehen für die Projekte "GestaltBar" rund 100.000 Euro, den Umbau der Freizeitstätte circa 3 Millionen Euro und für den Neubau der städtischen Jugendfreizeiteinrichtung in Garath NordWest rund 2 Millionen Euro zur Verfügung.
Weiterlaufen wird auch das 2018 von der Werbegemeinschaft Eller ins Leben gerufene Projekt, das gegen Leerstände vorgeht. Auf der Internetseite der Werbegemeinschaft ist eine Art Immobilien-Börse entstanden, wo Eigentümer und Interessenten sich finden. Was sich nicht an Gewerbetreibende vermieten lässt, steht für Künstler und Ateliers, Start-ups oder auch Ehrenamtler offen. Dadurch sollen die Räume belebt werden, Miete ist nicht fällig, einzig die Nebenkosten müssen vom Nutzer übernommen werden. Unterstützt wird das Projekt von der Industrie- und Handelskammer in Düsseldorf, auch sie setzt auf das Thema „Zwischennutzung“.
Auch an anderer Stelle ist die Entwicklung der Stadt nicht zu übersehen, etwa zwischen Hauptbahnhof und dem Capitol Theater. Dort wo das neue Grand Central entsteht, wurde 2018 der Altbestand abgerissen, aktuell schaffen Schwergeräte den Schutt weg.
Positiv bewertet Sven Schulte auch die Entwicklung auf der Friedrichstraße. "Die neue Initiative ,Die Friedrichs' hat einen guten Auftakt gehabt", sagt er. Es komme wieder Leben auf die Straße. "Die Initiative hat signalisiert, dass sie weitermacht", konstatiert er hier eine gute Entwicklung.
Nicht ganz so gut läuft es indes im unteren Bereich Gerresheims. "Da muss aber etwas passieren", sagt Schulte, der sich bereits mit Gesprächen der dort ansässigen Werbegemeinschaft Wir!GHS befindet. Bei den Arbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte passiert aktuell nichts, immer mehr Händler hören auf. "Wir wollen uns da auch mit einbringen", so Schulte.

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