Bombe in Rath gefunden - Heute Abend wird sie entschärft

Karte: Stadt Düsseldorf

Eine bei Bauarbeiten in Düsseldorf-Rath gefundene Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am heutigen Dienstag, 7. Juni, 20 Uhr entschärft. Dazu müssen in einem Radius von 250 Metern um die Fundstelle Am Gatherhof, Helmutstraße, Westfalenstraße (Gefahrenkreis A) rund 1.100 Menschen ihre Wohnungen verlassen, teilt die Stadt Düsseldorf mit.

In diesem 250 Meter Umfeld sind ebenso zahlreiche Gewerbebetriebe und Geschäftshäuser betroffen. Im Radius bis 500 Meter (Gefahrenkreis B) darf sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten. Davon sind weitere rund 2.500 Menschen betroffen.
Der Fundort befindet sich in einem Wohngebiet mit Industrie nahe des S-Bahnhofs Rath. Damit während der Entschärfung der Bombe nicht zu viele Menschen von notwendigen Sperrungen betroffen sind - unter anderem wegen des verstärkten Verkehrsaufkommen nach dem Ende des Messetages der Drupa - entschärft der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bombe am frühen Abend gegen 20 Uhr.
Polizei und Ordnungsamt sperren die zuführenden Straßen ab 19 Uhr ab. Polizei und Verkehrsmanagement der Stadt raten, das Gebiet um den S-Bahnhof Rath weiträumig zu umfahren. Die Rheinbahnlinie 701 wird nach Angaben der Rheinbahn an der letzten Station vor der Sperrung gekappt. Die Bahnlinie 757 ist von der Sperrung ebenfalls betroffen.
Die Bombe wird von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Ab sofort sind Lautsprecherwagen der Feuerwehr unterwegs, um die betroffenen Bürger aufmerksam zu machen. Die Bombe war heute Morgen (7. Juni) entdeckt worden. Sobald sie entschärft ist, werden alle gesperrten Straßen wieder frei gegeben.
Im inneren Radius 250 Meter um den Bombenfundort (Gefahrenzone A), der ab 19 Uhr vollständig geräumt wird, befinden sich die Gebäude einer Flüchtlingsunterkunft sowie einer Moschee.
Im äußeren Radius (Gefahrenzone B), der den Raum 500 Meter um den Fundort umfasst, sind die Menschen gehalten, sich während der Zeit der Entschärfung in ihren Häusern und möglichst entfernt von Glasflächen aufzuhalten. Autos sollten nach Möglichkeit aus den Gefahrenzonen A und B weggefahren werden.
Menschen, die in der Gefahrenzone A wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden. Für diejenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle brauchen, stehen ab 16 Uhr die Räume des Friedrich-Rückert-Gymnasiums an der Rückertstraße 6 offen. Dort ist durch die Stadt Düsseldorf eine Betreuung organisiert. Die eigentliche Entschärfung beginnt um 20 Uhr. Das Gefahrentelefon der Stadt ist unter der Rufnummer 0211/3889889 besetzt.

Autor:

Miriam Dabitsch aus Velbert

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