Neues Buch des Emmericher Geschichtsvereins
Glaubenssachen

Hans Friedrichs (stellvertretender Vorsitzender Geschichtsverein) und die Autoren Bernhard Lensing, Wolfgang Urbach, Henrik Wirz und Jan heiner Schneider präsentieren das Buch "Glaubenssachen". Foto: Jörg Terbrüggen
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Die Recherchen zu den einzelnen Themen des Geschichtsvereins nehmen immer sehr viel Zeit in Anspruch und sind recht arbeitsintensiv. Umso mehr ist es dann ziemlich schade, wenn ein so erarbeiteter Vortrag dann im Nirgendwo verschwindet. Der Emmericher Geschichtsverein hat daher einige dieser zum vermeintlich spröden Rahmenthema des Seminars in Stapelfeld 2017 "Glaubenssachen - Über Religion und Religiösität in der Geschichte des Niederrheins" in einem Buch zusammen gefasst.

Dieses Seminar in Stapelfeld zählt seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des Geschichtsvereins. Neben Gastvorträgen referieren dort zumeist Mitglieder des Vereins zu einem bestimmten Thema. Doch nur der kleine Kreis von Teilnehmern kommt dann in den Genuss der umfangreichen Recherchearbeiten, die einige über viele Wochen beschäftigten. Um ihnen eine größere Aufmerksamkeit zuteil kommen zu lassen, veröffentlichte der Verein jetzt sieben Themen in einem handlichen Buch in Broschürenform. Es umfasst 160 Seiten im Format DIN A 5.
Die rund 600 Mitglieder des Geschichtsvereins erhalten das Werk kostenlos, weitere 100 sind käuflich für zehn Euro zu erwerben. "Wir haben in den letzten 40 Jahren etwa 50 Bücher herausgebracht", bemerkte der Vorsitzende Herbert Kleipaß. Dabei waren so umfangreiche Werke wie die Emmericher Ortsteile, die bis auf weinen alle bereits abgehandelt wurden. "Ende des Jahres erscheint mit Klein Netterden der letzte Ortsteil." Die Auswahl an Vorträgen in dem jetzt erschienenen Werk ergab sich mehr oder weniger zufällig. So beschäftigte sich Simone Frank von der Niederrhein Akademie mit der gesellschaftlichen Funktion von Religion im Rheinland.
Bernhard Lensing nahm sich die Freimaurer am Niederrhein vor. Er hatte bereits 2016 in Stapelfeld einen Vortrag über alte Friedhöfe gehalten. Dabei hatte er festgestellt, dass auf vielen Friedhöfen merkwürdige Denkmäler ohne Kreuz und wenig Bezug zum katholischen Glauben stehen. Hierbei handelt es sich um Grabstätten hochrangiger Freimaurer. So einer sei beispielsweise im Gisbert-Lensing-Park in Emmerich von der Familie van Gimborn zu sehen. Bei seiner Recherche stieß Lensing auch auf einige Vorfahren, die ebenfalls Freimaurer waren. Jan Heiner Schneider nahm das Judentum am Niederrhein unter die Lupe. "Ich habe viele Reisen nach Israel gemacht und dort mehr erfahren, als ich im Studium gehört habe. Schneider stellt die Frage, vor welcher Zukunftsaufgabe man mit dem Judentum stehe.
Emile Smit beleuchtete die Brandenburgisch-preußische Religionspolitik nach 1609 und Wolfgang Urbach recherchierte zum Thema Religion und Religiosität in der Geschichte des Niederrheins. Urbach, einst Lehrer am Gymnasium in Emmerich, war schon vom Studium her mit der Religionsgeschichte befasst. Henrik Wirz schrieb über das Gymnasium in Emmerich und den Frühhumanismus am Niederrhein. Abgerundet wird das Buch durch den Vortrag von Norbert Kohnen zum Reformationsjubiläum, Luther und Bullingers Schulzeit in Emmerich. Übrigens sucht der Geschichtsverein nach neuen Mitgliedern. "Die Demografie erfasst uns voll, daher würden wir uns über so manchen knackigen 60-Jährigen freuen", schmunzelte Herbert Kleipaß. Sie können sich unter rheinmuseum@stadt-emmerich.de melden.

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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