CDU Kettwig versucht das Blatt noch zu wenden
Bestürzung über Abrissankündigung der Villa-Ruhnau

Ratsherr Guntmar Kipphardt vor der Villa Ruhnau.
  • Ratsherr Guntmar Kipphardt vor der Villa Ruhnau.
  • Foto: CDU Kettwig
  • hochgeladen von Nina van Bevern

Die Abbruchanzeige des Eigentümers bzgl. der „Ruhnau-Villa“ hat viele Kettwiger getroffen. Auch die CDU ist bestürzt von der Absicht, dieses ortsbildprägende Gebäude mit seiner für Kettwig nicht unwesentlichen Geschichte dem Erdboden gleich machen zu wollen.
 
„Wir hatten schon sehr früh auf diese Möglichkeiten des Eigentümers hingewiesen. Da das Grundstück nach § 34 BauGB zu beurteilen ist und sich somit einer politischen Einflussnahme entzieht, gab es nur die Chance, über den Verkauf und die Bebauung des städtischen Hinterliegergrundstücks (ehemals Waldkindergarten) mit dem Eigentümer eine Vereinbarung zu treffen, die Ruhnau-Villa im Wesentlichen stehen zu lassen, zu modernisieren und für eine bestimmte Zeit auch nicht weiter anzutasten.

Kein Denkmalschutz

Leider sind wir allein für diese Idee schon beschimpft worden, wir hätten ein Erpressungsszenario konstruiert. Politik und Verwaltung wurden inständig vom dortigen Nachbarschaftskreis aufgefordert, nichts in Richtung Verkauf zu unternehmen, da man sich absolut sicher sei, dass die Ruhnau-Villa noch unter Denkmalschutz zu stellen sei. Bis heute ist uns nichts bekannt gemacht worden, dass ein angekündigtes Gutachten oder rechtliche Untersuchungen angegangen worden seien. Schade. Hatten wir doch vor mehr als einem Jahr den Nachbarschaftskreis ins Rathaus nach Essen eingeladen und ein rd. zwistündiges Gespräch mit der Verwaltung organisiert. Entsprechende Informationen durch den Nachbarschaftskreis waren uns damals zugesagt worden", so Ratherr Guntmar Kipphardt.

Massive Bebauung wird befürchtet

Sowohl die BV IX als auch der zuständige Ratsausschuss (ASP) hatte – auf Initiative von Kipphardt (nachzulesen im Protokoll vom 7.2.2019) – den Verkauf des Hinterliegergrundstücks gestoppt (mit Stimmen von CDU, SPD und FDP, bei Enthaltung GRÜNE).
Kipphardt: "Unterstützung für das oben beschriebene Vorgehen wurde zunächst von Teilen der Nachbarschaft signalisiert. Dann kam es jedoch anders und die Ruhnau-Villa wurde vor Ort im Kommunalwahlkampf parteipolitisch instrumentalisiert. Das ist deshalb bedauerlich, weil jetzt droht nicht nur der Abriss, sondern es steht zu befürchten, dass auf dem dann freien Grundstück genau so viele Wohnungen / Häuser erstellt werden wie auf dem Hinterliegergrundstück mit der Ruhnau-Villa zusammen. Und die zu erwartende Architektur und dichte Bebauung an dieser Stelle wird auf breite Ablehnung der dort Wohnenden und der Kettwiger insgesamt stoßen. Es hilft jetzt auch nicht darauf hinzuweisen, dass wir die jetzige Situation schon lange prophezeit hatten. Hätte, hätte, Fahrradkette...“  Die CDU Kettwig versucht den Abriss der Ruhnau-Villa noch abzuwenden.

Autor:

Lokalkompass Essen-Kettwig aus Essen-Kettwig

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