Albert-Einstein-Realschule verabschiedete Rektorin Ulrike Liebenau

Die Schülervertreter bedankten sich bei Ulrike Liebenau.
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Wie wird eine Rektorin der Albert-Einstein-Realschule gebührend verabschiedet? Natürlich durch drei Albert Einsteins. „Ja, wer von uns soll denn jetzt durch das Programm führen?“, fragend blicken zwei als Einstein verkleidete Schüler Lehrer Stefan Knappmann an, der gemeinsam mit ihnen die Verabschiedung von Schulleiterin Ulrike Liebenau moderiert.

Eltern, Lehrer, Schüler und auch der Dezernent haben sich eine Woche vor den Sommerferien in der festlich geschmückten Aula versammelt, um die hinterlassenen Fußspuren der Schulleiterin Revue passieren zu lassen.
Nach einem Trommel-Intro der 5c wenden sich die Konrektoren Wolfgang Neuhaus und Martin Streibert mit einer Rede an die Festgemeinde. 16 vergangene Jahre werden beschrieben, in denen der negativste Moment mit nur 56 Anmeldungen 2006 ins Positive gewendet wurde. Ulrike Liebenau mobilisierte mit Unterstützung ihres Kollegiums alle Kräfte, um die Schule auf den Prüfstand zu stellen und erzeugte damit eine produktive Aufbruchsstimmung. Das Motto „Verantwortung übernehmen“ steht seitdem an erster Stelle und überträgt sich auf den Schulalltag. Als erste Schule mit einer Benimm-AG und einem Schulvertrag rief die AES damals sogar RTL und Sat1 auf den Plan, die über Neuerungen berichten wollten. Eine Herzensangelegenheit der Rektorin war die Schulhofgestaltung, die zuvor den „Charme eines Parkplatzes“ vermittelte. Mit viel Verhandlungsgeschick und gemeinsamen Spenden-Aktionen wie dem regelmäßig stattfindenden Sponsorenlauf wurde aus dem Parkplatz eine Wohlfühloase. Neben der Schule entstand ein Neubau, der eine Schüler-Cafeteria beherbergt. In den letzten zwei Jahren musste eine besondere Herausforderung gemeistert werden: Die zwölf Kilometer entfernte Realschule Kettwig sollte als Dépendance geleitet werden. Die Erfolgsstrategie, die zuvor in Rellinghausen funktioniert hatte, zeigte auch in Kettwig Wirkung. Beide Standorte können sich über rege Anmeldungen freuen.
Ulrike Liebenau bemüht sich bei den emotionalen Worten nicht die Fassung zu verlieren und daher kommen Aufführungen der Zirkus-AG und der Schülerband zwischen den Reden gelegen. Viele möchten an diesem Tag ihren Dank vermitteln: Der Lehrerrat, Elternvertreter, Schülervertreter und auch der Dezernent Holger Heneweer betonen die tiefen Fußspuren, die Ulrike Liebenau hinterlassen wird.
Lehrer Stefan Knappmann fällt zu jedem Buchstaben ihres Namens ein Lob ein und schließt mit „der Name endet mit „au“ Backe, wie soll es ohne Frau Liebenau werden?“ Seine Kollegin Katrin Heine hebt hervor, dass man auch von einer Frauenerfolgsgeschichte“ sprechen könne und unterstreicht die Managementqualitäten ihrer Chefin.
Nach weiteren Dankesworten und einem Ständchen des kompletten Kollegiums klären die Schülersprecher Frau Liebenau auf, dass jeder Schüler genau weiß, wie ernst die regelmäßigen Durchsagen der Schulleitung sind. „Je nachdem, ob ein „bitte“ oder „sofort“ am Ende steht, weiß man, ob man Puls haben sollte oder nicht.“ Ihre Rede endet mit ganz bemerkenswerten Worten: „Dank Ihrer liebevollen Strenge sind wir eine Spießer-Schule und dafür sind wir dankbar!“
Der Dezernent Holger Heneweer zitiert in seiner Rede zu Beginn Einstein: „Es gibt keine großen Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind gibt. An der AES wird alles dafür getan, dass es keine unglücklichen Schüler gibt.“
Sichtlich bewegt tritt die Hauptperson zum Schluss auf die Bühne. Während Ulrike Liebenau betont, dass sie sich für die Kooperation der kompletten Schulgemeinschaft bedanken möchte, wird am Rande deutlich, dass es auch ein privater Kraftakt war, solch tiefe Fußspuren in Rellinghausen und Kettwig zu hinterlassen. An diesem strahlenden Sommertag soll aber die Verabschiedung gefeiert werden und daher wird der gemütliche Teil in die Wohlfühloase des Schulhofs verlegt, wo Sekt und ein leckeres Buffet warten. „So long“ singt die Schulband und die Versammelten wünschen viel Spaß beim Hinterlassen der nächsten Fußspuren in dem Traumreiseziel Australien. Gleich drei Albert-Einsteine führten durch das Programm.

Die Schülervertreter bedankten sich bei Ulrike Liebenau.

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