Christ -/ Weihnachtsstern
Viel zu schade zum Wegwerfen

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Christ- oder Weihnachtssterne erfreuen sich  in der Adventszeit großer Beliebtheit, weil sie mit ihren grünen und leuchtend roten Blättern perfekt zur Weihnachtsdeko passen.  Nach den Feiertagen landen fast alle der jährlich über  30 Millionen in Deutschland verkauften Pflanzen  allerdings auf dem Müll  und verkommen zu einem weiteren Symbol unserer Wegwerfgesellschaft . Das muss nicht so sein!

Es werden in Deutschland mehr Christsterne als Weihnachtsbäume (23-25 MillIonen) verkauft.
Doch während die ´Tannenbäume´meist aus heimischer Produktion stammen und nach den Festtagen manches Mal noch ein zweites Leben im Garten führen, landen die Weihnachtsterne fast  zu 100% auf dem Müll. Nachdem sie in Uganda, Kenia und Äthiopien gezüchtet wurden,  gehen  sie als Stecklinge auf die Reise  in die  Niederlande, Spanien und Deutschland  und landen  in riesigen beheizten Gewächshäusern, um  unter enormem Energie-, Wasser-, Pestizid- und Torfverbrauch aufgezogen zu werden. Umweltfreundlich geht anders. Zumal, wenn sie anschließend noch mit Glitzerspray (Mikroplastik)  aufgehübscht werden. Kaum einer der Käufer macht sich, wie beim Weihnachtsbaum, die Mühe, die Weihnachtspflanzen zu "übersommern" und im nächsten Jahr noch einmal aufzustellen. Wegschmeißen und dann neu kaufen ist offensichtlich  einfacher.  Vielfach darf man dabei aber keine böse Absicht unterstellen.
Der Christstern ist nämlich keine ganz einfache Pflanze. Deshalb an dieser Stelle einige Tipps, um jahrelang Freude an ihr zu haben:
Man muss wissen, dass der Weihnachtsstern ursprünglich aus den Hochebenen Mexikos und Mittelamerikas stammt. Dort ist er natürlich ganz anderen klimatischen Verhältnissen und Bodenstrukturen ausgesetzt als in unseren heimischen Stuben. 1804 brachte ihn Alexander von Humboldt erstmals nach Europa.
Am besten schneidet man den Christstern jedes Jahr im März auf 10-20 cm zurück, damit er wieder kräftig austreiben kann.
18 bis 20 Grad sind für den Weihnachtsstern ideal. Allerdings reagiert er sehr empfindlich auf Zugluft und verliert dann sogar seine Blätter.  In der warmen Jahreszeit kann der  Christstern bedenkenlos ins Freie gestellt werden, wenn die Temperaturen über 12 Grad betragen. Auch Staunässe mag die Pflanze nicht. Gelbe Blätter sind die Folge.  Deshalb beim Umtopfen, das nicht jedes Jahr notwendig ist, Kakteenerde verwenden,  Im Frühjahr und Sommer sollte man etwa alle 2 Wochen etwas düngen.
Um im November/Dezember wieder rote Hochblätter zu erhalten, muss die Pflanze vorher zwei Monate lang täglich mindestens 12 Stunden Dunkelheit ausgesetzt sein. Am Besten dann den Christstern mit Pappe oder einem Eimer abdecken. Also alles kein Hexenwerk und keine Atomwissenschaft. So kann man viele Jahre Freude an seiner pflanzlichen Weihnachtsdeko haben.

Als Dank für die wenige Aufmerksamkeit bekommt man eine Pflanze , die schon von den Azteken als Opfergabe und Arzneipflanze geschätzt wurde und  um die sich viele Mythen ranken. Außerdem weist der Weihnachtsstern  eine Reihe botanischer Besonderheiten auf.  So lockt   er Insekten mit seinem  farbigen Teil  an. Das sind  jedoch keine Blütenblätter, wie man zunächst denken mag, sondern  gefärbte Hochblätter. Die Blüten selbst sind eher unscheinbar. Sie sind klein, gelb und sitzen in der Mitte der Hochblätter. Den auffälligen Hochblättern verdankt der Chrisstern den wissenschaftlichen Namen Euphorbia pulcherrima (lat. pulcherrima= die Schönste).
Fazit: Die dekorativen Christsterne gehören nicht in den Müll, sondern haben liebevolle  Pflege verdient.

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Bernd Dröse aus Essen-West

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