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Duden Institut Gladbeck bekräftigt PIAAC-Studie

Spielend fördern: Um Julians Leseschwäche zu stärken, beschäftigen sich Institutsleiterin Karin Nigbur und der 10-jährige mit Silbenrätseln. | Foto: Dahmen
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  • Spielend fördern: Um Julians Leseschwäche zu stärken, beschäftigen sich Institutsleiterin Karin Nigbur und der 10-jährige mit Silbenrätseln.
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  • hochgeladen von Christian Gensheimer

Im Februar 2011 ist das Duden Institut Gladbeck in der Goethestraße 61 eröffnet worden. Institutsleiterin Karin Nigbur ist Lerntherapeutin für Kinder und Erwachsene mit einer Lese- Rechtschreib- und Rechenschwäche.

Im Institut werden ausschließlich Therapeuten mit abgeschlossenem pädagogischem oder psychologischem Studium und einer Zusatzausbildung für die Durchführung integrativer Lerntherapien eingesetzt.
„Die bei uns tätigen fünf ausgebildeten Lerntherapeuten sind Förderschul-, Grundschul-, und Realschullehrer mit zahlreichen Zusatzqualifikationen aus verschieden therapeutischen Bereichen,“ so Karin Nigbur.
Um diese Ziele zu erreichen, ist es notwendig, in die Lerntherapie Bestandteile aus anderen Therapieverfahren zu integrieren, insbesondere der Ergotherapie, der Spieltherapie, der Gesprächstherapie, der Familientherapie und anderer Psychotherapieverfahren.
Nur in einer sinnvollen Integration von Bestandteilen aus unterschiedlichen Therapieverfahren lässt sich gleichzeitig an der Beseitigung der Ursachen für die Lernprobleme und an der Entwicklung von Fähigkeiten, Strategien und inhaltlichen Grundlagen arbeiten. Das Kind beziehungsweise der Jugendliche soll wieder Freude am Lernen gewinnen und Verantwortung für seine weiteren Lernfortschritte übernehmen können. Damit das erreicht werden kann, wird zu Beginn jeder Therapie ein ausführliches Gespräch geführt. Eine anschließende Diagnose klärt dann den individuellen Förderbedarf.

Ähnlich wie bei der PISA-Studie zeigte jetzt eine aktuelle Untersuchung der OECD, das auch Deutschlands Erwachsene nachsitzen müssen. Aus Sicht der Duden Institute für Lerntherapie sind die erschreckenden Ergebnisse der „PIAAC-­‐Studie“ nicht überraschend (demnach lese etwa jeder sechste deutsche Erwachsene wie ein Zehnjähriger). Zum einen seien die Bildungsausgaben in Deutschland gemessen am BIP vor allem im Primär-­ und Sekundärbereich im Vergleich mit besser in der Studie abschneidenden Staaten niedriger.
Zum anderen werde deutlich, dass die Förderung von Kindern und Erwachsenen, die eine Lese-­‐Rechtschreib-­‐Schwäche (LRS) oder Rechnenschwäche (RS) haben, nicht ausreicht. Zwei Dinge müssten dem Duden Institut für Lerntherapie nach in Deutschland passieren: 1. optimale Angebote für Kinder mit LRS/RS, damit
die folgende Erwachsenengeneration besser auf die Zukunft vorbereitet ist; 2. mehr Förderung für Erwachsene mit LRS/RS. „Denn heute muss man für jeden
Beruf lesen, schreiben und rechnen können,“ weiß Karin Nigbur.
Zur Erklärung: Bei der Rechen- und Lese-Rechtschreib-Schwäche handelt sich um erhebliche und lang andauernde Schwierigkeiten beim Erlernen und Anwenden der Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben.

Das Duden Institut, Tel. 02043/207784, hat montags bis freitags von 13.30 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Weitere Infos per Email an gladbeck@duden-institute.de oder im Internet auf www.duden-institute.de.

Spielend fördern: Um Julians Leseschwäche zu stärken, beschäftigen sich Institutsleiterin Karin Nigbur und der 10-jährige mit Silbenrätseln. | Foto: Dahmen
Dr. Julia Klitsch und Schüler Orlando arbeiten mit unterschiedlichen Therapieverfahren an den Ursachen seiner Lernprobleme. | Foto: Privat
Autor:

Christian Gensheimer aus Essen-Nord

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