Simon & Garfunkel Revival Band: "Das war also Goch - Wahnsinn!"

Bernd Volkmann beschrieb seine Eindrücke nach dem Konzert der Simon & Garfunkel Revival Band am treffendsten: „Ich habe zwischendurch mal die Augen zugemacht und gedacht, das Original steht da auf der Bühne. Klasse!“

Und das Original von dem der Gocher sprach, hatte mit seiner Musik die Ansprüche an künftige Cover-Bands schon ziemlich hoch geschraubt, galt doch vor allem das legendäre Benefizkonzert im New Yorker Central Park 1981 zum Besten, was die Musikszene zu hören bekam. Doch Michael Frank und Guido Reuter als Frontduo bewiesen (erneut), dass sie zu den besten Interpreten des „Originals“ (Paul Simon und Art Garfunkel) in Deutschland zählen. Das Publikum? Schlichtweg begeistert. Das Kastell? Gerockt!

Musikalische Wiederbelebung der weltberühmten Liedermacher

Nur ganz kurz wurde das Bedauern ausgedrückt, dass es am vergangenen Wochenende wegen des schlechten Wetters nicht zur Fortführung des Open-Air-Spektakels im Gocher Stadtpark kam, doch war das mit den ersten Akkorden schnell vergessen. Die rund 850 Gäste in Gochs Kulturtempel ließen sich sofort ein auf die musikalische Wiederbelebung der weltberühmten US-Liedermacher.
Mit „Home“ gelang der Einstieg für alle im Saal spielerisch leicht und vor allem seicht, denn die S&G-Band hatte bewusst ruhigere Töne für den ersten Part gewählt. Und als bei „El Condor Pasa“ denn auch der Rest mit Mirko Sturm, Sebastian Fritzler und Sven Lieser die Band komplettierte wurde die Reise durch die 60er bis 80er-Jahre melodisch perfekt.

Gäste aus allen Schichten und Jahrgängen

Die Gäste aus allen Schichten und Jahrgängen zeigten, dass diese Musik die Altersunterschiede locker in Dur und Moll aufzulösen imstande ist, ob jung, ob alt, das Kastell war eine generationsübergreifende Konzertarena. „Cecilia“, das Lied, das von unerfüllter Liebe erzählt und darum von Michael Frank als trauriges Stück beschriebenwurde, entpuppte sich mittels Trommel und hundertfachem Händeklatschen zu einem bebenden Musikinferno, das alle im Kastell mitriss.
Feuerzeuge leuchteten zu den Klängen von „Bright eyes“ und „Scarborough fair“, während „Mrs. Robinson“ wiederum die Leichtfüßigkeit des Hierseins darstellte. Ob „The Boxer“, „Fifty ways to leave your lover“, „America“ oder auch „Bridge over troubled water“, S&G ließen nichts aus und auch für Ausflüge zu den Solostücken von Paul Simon hatten die Musiker genügend Zeit mitgebracht. Doch das reichte dem Publikum trotz Zugaben nicht. S&G hätten noch endlos weiterspielen und das Repertoire auch noch ein zweites oder ein drittes Mal abspulen können. Zum Abschied ließen sich die Gäste nur schwer bewegen ...

Ähnlich herausragendes Musikereignis im nächsten Jahr?

Hermann-Josef Kleinen, der Chef der Gocher KulTOURbühne, wollte denn auch nicht ausschließen, dass Goch nach Nabucco in 2013 und nun S&G im kommenden Jahr wieder ein ähnlich herausragendes Musikereignis erleben könne: „Es ist eine Frage des Zeitpunktes und der Möglichkeiten.“

Übrigens: Die Simon & Garfunkel Revival band kommentierte ihren Auftritt in einem sozialen Netzwerk so: "Das war also Goch - wahnsinn!"

Autor:

Franz Geib aus Goch

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