Bundesregierung verantwortet den Export von Kriegswaffen
Thema Waffenindustrie Thema bei der VHS in Hagen

Wie kommen deutsche Waffen in großem Umfang in die Hände verbrecherischer Regime, brutaler Paramilitärs und rivalisierender Bürgerkriegsparteien? Dieser Frage geht Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" in einem Vortrag am Freitag, 26. April, um 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, nach.

Zurzeit fliehen Millionen Menschen vor Krieg und Bürgerkrieg, vor Verfolgung und Armut. Deutschland spielt eine Rolle als Aufnahmestaat von Flüchtlingen. Die deutsche Bundesregierung verantwortet zugleich den Export von Kriegswaffen und schafft damit Fluchtgründe. Seit Jahren rangiert Deutschland in der Spitzengruppe der Staaten, die "Kleinwaffen" wie Pistolen, Maschinenpistolen und Gewehre exportieren. Gerade die Opferzahlen des Einsatzes von Kleinwaffen sind exorbitant hoch. Zu den Empfängerländern zählen selbst Staaten mit schweren Menschenrechtsverletzungen wie zum Beispiel Mexiko und Kolumbien. Die Skandale um die Firmen Heckler & Koch, die kürzlich wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu einem Bußgeld in Höhe von 3,7 Millionen Euro verurteilt wurde, Sig Sauer und Carl Walther finden beim Handel mit Kleinwaffen - der tödlichsten Waffengattung unserer Zeit - kein Ende.

Referent Jürgen Grässlin ist auch Bundessprecher der "Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen" (DFG-VK), Sprecher der "Kritischen AktionärInnen Daimler" (KAD) und Vorsitzender des "RüstungsInformationsBüros" (RIB e.V.).

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Das Angebot findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gegen den Strom" statt, die von der Weiterbildungseinrichtung "Arbeit und Leben" des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sowie des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV) organisiert wird.

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