Mathe mit Magda
Rechnen leicht gemacht: Mathematikerin Magda Mayerhoffer hilft Schülern per YouTube-Video

Die Hagener Mathematikerin Magda Mayerhoffer produziert YouTube-Videos als Vorbereitung auf Matheprüfungen.
  • Die Hagener Mathematikerin Magda Mayerhoffer produziert YouTube-Videos als Vorbereitung auf Matheprüfungen.
  • Foto: Magda Mayerhoffer
  • hochgeladen von Patrick Jost

Extremwertaufgaben, e-Funktion, Limes, Ableitungsregeln und Stochastik – Schüler, denen bei diesen mathematischen Begriffen der Kopf raucht, können sich an die Hagener Mathelehrerin Magda Mayerhoffer wenden. Auf ihrem YouTube-Kanal "Corona-Mathe" erklärt die 30-Jährige, was man fürs Mathe-Abi wissen muss, und rechnet Beispielaufgaben vor.

Von Vera Demuth

Seit gut einem Jahr vermittelt die studierte Mathematikerin, die seit November 2020 an der Hagen-Schule, einer privaten Montessori-Schule, unterrichtet, ihr Wissen per Online-Video. Zuvor war sie in Münster tätig, gab nebenher Nachhilfe, und als im Frühjahr 2020 die Schulen schlossen und sich zugleich die Abiturprüfungen näherten, "habe ich gemerkt, wie die Nachfrage nach Nachhilfe stieg. Es waren unglaublich viele Anfragen", erzählt Magda Mayerhoffer. "Die Schüler standen unter großem Druck."
Da kam ihr die Idee, mathematische Aufgaben und Probleme in Videos zu erläutern und über YouTube ehrenamtlich allen interessierten Schülern anzubieten. Angefangen hat sie mit Clips für Abiturienten. Dann kamen Themen für die Oberstufe sowie Videos für die Zentrale Prüfung nach der zehnten Jahrgangsstufe. Diese steht in diesem Jahr am 27. Mai an. Die schriftlichen Abiklausuren in Mathe sind soeben vorbei, "aber es kommen noch die mündlichen Prüfungen Ende Mai/Anfang Juni", so die Lehrerin. Auch hierfür bietet sie Unterstützung an.
Mehr als 2.800 Abonnenten hat Mayerhoffer auf YouTube mittlerweile. Ihre Clips werden hunderte, tausende Male angeklickt – von Schülern in ganz Deutschland und auch aus Österreich. Drei bis vier Videos produziert sie pro Woche. In vielen widmet sie sich einer einzelnen Fragestellung, in anderen rechnet sie komplette Klausuren durch. Viele Aufgaben nimmt sie auf Schülerwunsch auf und präsentiert die Lösungen. "Wenn mir Schüler konkrete Aufgaben schicken, ist das einfacher, als per E-Mail zu antworten", erklärt die Mathematikerin. Für ihre Clips bekommt sie viele Kommentare und zum Teil auch Rückfragen, wenn ein Aspekt unklar bleibt. "Am besten mit Minutenangaben. Ich versuche immer, zügig zu antworten."
Die Videos produziert Magda Mayerhoffer komplett selbst. "Ich habe mich da reingefuchst. Die ersten Videos sahen noch ganz anders aus." Mittlerweile arbeitet sie mit einem Greenscreen, durch den sie per Computer den Hintergrund herausschneiden und das Display ihres Tablets, auf dem sie die Matheaufgaben bearbeitet, einfügen kann. Vor dem Aufnehmen rechnet sie die Aufgaben selbst durch, hinterher bearbeitet sie das Video, schneidet Versprecher heraus, entwirft ein Vorschaubild für YouTube und verfasst die Videobeschreibung. Für ein einstündiges Video kommen so zehn bis zwölf Arbeitsstunden zusammen.
Vor und nach dem Schulunterricht und auch am Wochenende ist sie damit beschäftigt. "Aber das macht mir viel Spaß", sagt die 30-Jährige. "Es tut den Schülern gut, und ich bekomme viele tolle E-Mails", freut sie sich. Ein weiterer Antrieb ist für Mayerhoffer, dass sie in der Vergangenheit selbst viel Unterstützung erhalten hat. Bis kurz vor Beginn der Coronapandemie ist sie mit ihrem Freund eineinhalb Jahre lang per Fahrrad um die Welt gefahren. "Wir haben so viel Hilfe erhalten. Wenn es zum Beispiel geregnet hat, haben uns wildfremde Leute eingeladen, und da möchte ich etwas zurückgeben."
Ihr Angebot "Corona-Mathe" hat sie kontinuierlich erweitert. Jeden Montagnachmittag bietet sie per Zoom eine offene Sprechstunde an, während der Schüler konkrete Fragen klären können. Außerdem veranstaltet sie Workshops, in denen sie anderen Lehrern vermittelt, wie man Lehrvideos erstellt.
Ihre eigenen Clips wird Magda Mayerhoffer weiterhin regelmäßig filmen und online stellen – ganz unabhängig von der Coronapandemie. "Mein Ziel ist es, zu jedem Thema der Mathe-Oberstufe ein Video anbieten zu können." In zwei Jahren sollte sie ihr Ziel erreicht haben, schätzt sie, und bis dahin wird sie sich einen neuen Namen für ihren YouTube-Kanal überlegen.

Autor:

Lokalkompass Hagen aus Hagen

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