Veranstaltungen zur Pogromnacht in Haltern
Bürger gedenken den Opfern des Naziregimes

SPD-Vorsitzender Dr. Stefan Cassone wies in einer eindringlichen Rede auf die Entstehung und Auswirkungen rechtsradikaler Systeme hin.
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Bei verschiedenen Veranstaltungen gedachten BürgerInnen und Bürger am Wochenende den Opfern des Nationalsozialismus und warnten zugleich vor einer wieder zunehmenden Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus in Deutschland.

Am Freitag hatte das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt zu einer Kundgebung auf den Marktplatz geladen. Die Zuhörer gaben den Rednern ihren Beifall und stärkten damit die Notwendigkeit, geschlossen gegen Rechtsextremismus aufzutreten. Die rechtsstaatliche Demokratie war und ist eine gefährdete Staatsform. Der Wortwahl von Afd-Politikern, Morddrohungen sowie antirassistischen Ressentiments darf kein Platz geboten werden. 

"Wenn solche Bewegungen in Fahrt kommen, sind sie kaum noch beherrschbar. Das jüngste Wahlergebnis in Thüringen ist bedenklich, die Äußerungen von AFD-Politikern sind unfassbar. Sind den Wählern die Konsequenzen wirklich klar wenn sie Faschisten und Antisemiten ihre Stimme geben? Solche Tendenzen dürfen bei uns nicht aufkommen. Dagegen müssen wir uns mit aller Kraft wehren," fasste Bürgermeister Bodo Klimpel die Stimmung zusammen. Die Musiker von Plain Cooking gaben der Veranstaltung den musikalischen Rahmen.

"Wir sind nicht verantwortlich für das was geschehen ist, aber dafür, dass es nicht wieder geschieht."

Am Samstag trafen sich zahlreiche BürgerInnen auf dem Jüdischen Friedhof zu einer Gedenkfeier anlässlich des 81. Jahrestages der Pogromnacht. SPD-Vorsitzender Dr. Stefan Cassone wies in einer eindringlichen Rede auf die Entstehung und Auswirkungen rechtsradikaler Systeme hin: "Persönliche Schuld tragen wir an den Verbrechen der Schoah heute nicht. Die Täter von damals sind fast alle tot. Aber Verantwortung tragen wir. Die Gräuel von damals dürfen nie in Vergessenheit geraten."

Am frühen Abend eröffnete der Verein "Heimatsucher" zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde und der Stadtverwaltung im Paul-Gerhard-Haus die Ausstellung "Überlebende des Holocaust". Anhand von Portraits Überlebender der Schoah wurde den Besuchern die Gräueltaten der Nazis erläutert. Da es immer weniger Zeitzeugen dieses dunklen Kapitels deutscher Geschichte gibt, ist den Veranstaltern wichtig, durch Aufklärung die jungen Menschen von heute zu "Zweitzeugen" zu machen. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. November geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Antje Clara Bücker aus Haltern

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