Stellungnahme
OGS-Ausbau mit Blick auf die Zukunft

Haltern. Für die Stadtverwaltung bezog Fachbereichsleiter Ludger Muck in der Sitzung des Schul-, Sport- und Kulturausschusses Stellung zum Thema Ausbau der OGS. Anlass dafür waren Äußerungen der SPD-Fraktionsvorsitzenden Beate Pliete im Bau- und Verkehrsausschuss.

Denn er, Muck, könne diese Vorwürfe nicht unkommentiert stehen lassen, insbesondere die Aussagen der Politikerin, die die Arbeit der Verwaltung zum OGS-Ausbau am Standort der Katharina-von-Bora-Schule als „Flickschusterei zulasten der Kinder und die fehlende Strategie für übermorgen“ angeprangert hatte.

Muck erinnerte an das Haushaltssanierungskonzept aus 2012, das vorsieht, bei rückläufigen Schülerzahlen einen Grundschulstandort in Haltern-Mitte zu schließen. Daran schloss sich 2015 die ausführlichen Beschlussvorlage (DS.-Nr. 15/064) an, die den Titel trägt „Schulorganisatorische Maßnahme im Primarbereich“. Hier wurde die Aufgabe des Schulstandortes der Martin-Luther-Schule und die Gründung eines Grundschulverbundes mit einem Hauptstandort Martin-Luther-Schule und einem Teilstandort Eichendorffschule diskutiert. Die Verwaltung wurde aufgefordert, die erforderlichen Schritte hierzu einzuleiten.

Schon damals hat die Verwaltung darauf hingewiesen, dass sich alle am Verfahren Beteiligten (Schulleitungen, Fördervereine, Maßnahmeträger, Schulaufsicht, Schulträger) darüber einig waren, dass zum Zeitpunkt der Beschlussfassung nicht abschließend vorhergesagt werden kann, ob in Zukunft weiterer Raumbedarf bestehen könnte. Dieser könnte u.a. auch durch eine höhere OGS-Nachfrage begründet sein.

Klar war aber auch, dass aufgrund der Besonderheiten dieses Grundschulverbundes die Akzeptanz und die Annahme der neuen Schule durch die Eltern nicht genau vorher gesagt werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Eltern bei rückläufigen Schülerzahlen für ihre Kinder auch Plätze in den beiden anderen Schulen in Haltern-Mitte finden können. Deshalb waren sich alle Beteiligten einig, den Versuch zu starten, mit den vorhandenen Räumlichkeiten auszukommen.

Muck erwähnte, dass bereits die Ausgaben für den Ersatz der maroden Pavillonklassen für neue Module in Höhe von 1.25 Mio Euro schon eine Herausforderung waren. Zusätzliche Ausgaben für weitere Räumlichkeiten, d.h. für Räume, die aufgrund rückläufiger Schülerzahlen oder fehlender Annahme der Schule vielleicht nicht notwendig wären, waren nicht zu verantworten.“

Ebenso wenig war die Umkehr des demographischen Wandels, wie er sich jetzt für die nächsten Jahre mit zusätzlichen Grundschülern abzeichnet, vorhersehbar. Auch nicht die Änderung des OGS-Erlasses, der es jetzt den Eltern erlaubt, ihre Kinder unter besonderen Umständen - aber ganz legal - auch an nur drei Tagen anzumelden. „Für die SPD und Frau Pliete mit ihren hellseherischen Fähigkeiten natürlich kein Problem“, so Muck.

Der Fachbereichsleiter abschließend: „Diese Entwicklung führt an allen Standorten zu steigenden Teilnehmerzahlen und darauf reagiert der Schulträger jetzt. Und bezogen auf den Vorwurf der ,fehlenden Strategie für übermorgen‘ kann die Verwaltung nur sagen, dass dieser OGS-Ausbau sogar im Vorgriff auf den angekündigten Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab 2025 zu sehen ist.“

Lesen Sie auch: 1,4 Millionen Euro für den OGS-Ausbau in 2019

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