Ein wirksamer Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen
Halterner Verein Avenir-Togo stellt sein Entwicklungsprojekt im Film vor

Wolfgang Thiemann vom Verein für Medienarbeit in Haltern am See ist im Dezember 2018 drei Wochen durch Togo gereist und hat eine Woche im Avenir-Projekt verbracht. Foto: Privat
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  • Wolfgang Thiemann vom Verein für Medienarbeit in Haltern am See ist im Dezember 2018 drei Wochen durch Togo gereist und hat eine Woche im Avenir-Projekt verbracht. Foto: Privat
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Haltern. Wie ist eigentlich der aktuelle Stand und Fortgang des Avenir-Projektes im westafrikanischen Togo, über das wir wiederholt berichteten? Was der in Haltern ansässige gemeinnützige Verein Avenir-Togo ehrenamtlich mit privaten Spenden in 18 Jahren als Hilfe zur Selbsthilfe und zur Bekämpfung von Fluchtursachen auf die Beine gestellt hat, kann am 18.Mai um 15 Uhr im Paul Gerhard Heim an der Erlöserkirche nun in einer Filmvorführung betrachtet werden.

Wolfgang Thiemann vom Verein für Medienarbeit in Haltern am See ist im Dezember 2018 drei Wochen durch Togo gereist und hat eine Woche im Avenir-Projekt verbracht. Seine Eindrücke von dem Projekt und dem afrikanischen Land hat er in einem Film festgehalten.  Was seit dem Jahr 2001 auf Initiative von Mechthild Gruner-Neurohr mit Freunden aus Togo nördlich der Landeshauptstadt Lomé zwischen ländlichen Dörfern aufgebaut wurde, ist inzwischen mit Leben gefüllt und kann sich sehen lassen.

Im reformpädagogischen Sinne orientiert sich die Schule an der Waldorf- und Montessori-Pädagogik

Begonnen hatte es mit dem Aufbau einer Ananas-Farm auf erworbenen Grundstücken von anfangs 7 ha. Inzwischen stehen dort ein Kindergarten, eine Grundschule, eine Sekundarschule für insgesamt 150 Schüler, mitsamt Schulpavillon, Schulgarten, Kantine und Toilettenanlagen sowie Lehrerwohnhäuser und ein Gästehaus. Im reformpädagogischen Sinne orientiert sich die Schule an der Waldorf- und Montessori-Pädagogik. Der togolesische Ministerialdirektor Kokou Biyao aus dem Schulministerium ist sich mit dem deutschen Botschafter in Togo, Christoph Sander und dem Direktor der pädagogischen Fakultät der Universität Lomé, Cyriaque Akakpo, einig: „Das ist unser Vorzeigeprojekt in Togo, an dem sich andere Schulen orientieren können“, erfuhr die Halterner Projektkoordinatorin von Avenir bei ihrem jüngsten Besuch in Togo Anfang Mai.
Gebaut wurde zudem ein Solarbrunnen auch für die umliegenden Dörfer. Die Stromversorgung erfolgt seit Kurzem mit Solarenergie. Mit dem dortigen Partnerverein Avenir-Adétikopé Togo als Schulträger und mit der Elternschaft wird das Projekt selbst verwaltet. „Durch das Projekt wurden insgesamt 12 Arbeitsplätze für junge Einheimische geschaffen sowie nachhaltige Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung in den umliegenden Dörfern erzielt“, erläutert der Vorsitzende des deutschen Vereins Avenir-Togo, David Neurohr.
Das Projekt soll nun über den Film auch einer interessierten breiten Öffentlichkeit in Haltern bekannt gemacht werden. Dabei ist Gelegenheit, mit den Verantwortlichen des Vereins und dem Filmemacher zu diskutieren, aber sich auch als Unterstützer des Projektes mit einzubringen, z.B. als Schulpate oder Spender eines regelmäßigen Förderbeitrages, durch Unterstützung der dortigen Landwirtschaft mit Übernahme einer Tierpartnerschaft oder durch einen einwöchigen Aufenthalt im dortigen Gästehaus zur Unterstützung der Projektarbeit.

„Mit der Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Perspektiven für die ländliche Bevölkerung in einem der ärmsten Länder Afrikas, beginnend mit der Bildung, will der Halterner Verein auch einen bescheidenen Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen leisten.“

„Auf dem Infoabend im Paul-Gerhard-Haus wird auch der ausgebildete Deutschlehrer Kossi Noumon aus Togo zu Gast sein, der gerade in Deutschland für die Dauer von zwei Jahren eine pädagogische Zusatzausbildung und Praktika absolviert“, kündigt der Verein Avenir an. Bereits zwischen 2016 und 2018 waren Lehrerinnen der Avenir-Schulen aus Togo für Praktika in Haltern zu Gast und eine Schülerin aus Haltern konnte für drei Wochen in das Projekt eintauchen (wir berichteten)..
„Mit der Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Perspektiven für die ländliche Bevölkerung in einem der ärmsten Länder Afrikas, beginnend mit der Bildung, will der Halterner Verein auch einen bescheidenen Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen leisten“, betont die Projektinitiatorin Mechthild Gruner-Neurohr. 
Nähere Informationen unter www.Avenir-Togo.de

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