Tierschutz in Haltern
Streunerkatzen auch im Urlaub nicht unversorgt lassen

Haltern. Mittlerweile leben hunderte von ihnen unter uns. Überall in der Seestadt. Oft versteckt und nur für die Wenigsten sichtbar: Verwilderte Katzen.

Durch eine fehlende Kastrationspflicht von Freigängern steigt ihre Zahl auch in Haltern seit Jahren beständig. Um dem entgegenzuwirken, kümmert sich seit rund 10 Jahren Tina Franzgrote mit ihrem privaten Streunerkatzen-Projekt um die Durchführung von Kastrationsaktionen.
Da die Katzen verwildert und scheu sind und in den meisten Fällen nicht mehr in ein Zuhause zu vermitteln, werden für sie nach der Unfruchtbarmachung am Fangort kontrollierte Futterstellen eingerichtet. Denn allein versorgen können sie sich nicht oder nur sehr schlecht. Da geht es den Streunern nicht anders als einer normalen Hauskatze, die das auch nicht könnte und von ihrem Menschen abhängig ist.

Tina Franzgrote betreut selbst seit 2015 täglich zwei eigene Futterstellen, an denen mittlerweile noch 6 erwachsene, kastrierte Tiere leben. In den kommenden Wochen versorgt die 42jährige Tierschützerin zudem vertretungsweise eine Gruppe Streuner, die von einer sythener Familie seit einigen Jahren im heimischen Garten gefüttert wird. „Die Leute sind in den Urlaub gefahren und haben angefragt, ob unser Projekt die Urlaubsbetreuung machen könnte“, so die engagierte Tierfreundin. „Und da ich selbst täglich meine eigenen Futterstellen versorgen muss, mache ich das in einem Abwasch.“

Franzgrote schätzt, dass es in ganz Haltern rund 50 solcher Stellen gibt, an denen jeden Tag unterschiedlich viele Tiere betreut werden. Sie sagt: „Viele davon kenne ich; sie sind aus Kastrationsaktionen hervorgegangen, die über unser Projekt liefen. Allerdings dürfte es auch viele Menschen geben, die die Kastration von verwilderten Katzen selbst organisiert haben und die Tiere nun weiterhin an ihren angestammten Plätzen betreuen.“

Aber was passiert mit ihnen, wenn ihre Betreuer in den Urlaub fahren? Auch Streuner sollten in dieser Zeit nicht unversorgt bleiben, denn sie sind mindestens eine tägliche Mahlzeit gewöhnt. Und schließlich sucht man für die heimische Miez bei Abwesenheit ja auch eine Fütterungsvertretung. Freilebende Katzen dürfen da nicht ausgenommen werden.

„Oft ist es auch so, dass die Betreuer von wildlebenden Katzen gar nicht in den Urlaub fahren – eben, weil sie niemanden haben, der ihre Schützlinge füttern könnte, solange sie weg sind“, so Franzgrote. “Denn in eine Katzenpension geben, kann man die Wildlinge ja nicht. Und es wäre doch toll, wenn sich jemand fände, der die Versorgung an der vertrauten Stelle für die Dauer des Urlaubes übernimmt.“

„Ich selbst kann natürlich nicht für jede Futterstelle die Vertretung machen“, lacht sie. „Da der Tierschutz bei mir nebenher und ehrenamtlich läuft, würde das meinen Zeitrahmen sprengen. Aber vielleicht gibt es interessierte Bürger, die sich vorstellen können, für einen absehbaren Zeitraum eine Futterstelle zu übernehmen?“ Einzig zuverlässig müssten die Leute sein – dann sei das alles kein Hexenwerk, erklärt die Katzenschutzaktivistin. Man könne versuchen, ein kleines Netzwerk aufzubauen, in dem man sich gegenseitig bei der Versorgung der Streuner aushilft. Davon hätten dann alle etwas!

Wer mehr zum Thema „Urlaubsbetreuung von Streunerkatzen“ erfahren, eine Vertretung für seine Futterstelle sucht oder selbst gern einmal eine Stelle übernehmen möchte, der meldet sich beim Halterner Streunerkatzen-Projekt über streuner-haltern@web.de oder über die sozialen Medien unter facebook.com/Streunerkatzen.Haltern

Autor:

Streunerkatzen-Projekt Haltern am See aus Haltern

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