Gute Noten für die Regenbogenschule

Die Regenbogenschule legt einen Schwerpunkt auf die musische Ausbildung. Shamsudeen Adjetey Adjei, Lehrer für afrikanisches Trommeln, kommt an jedem Donnerstag in die 3a, um mit einfachen Mitteln Musik zu machen.
  • Die Regenbogenschule legt einen Schwerpunkt auf die musische Ausbildung. Shamsudeen Adjetey Adjei, Lehrer für afrikanisches Trommeln, kommt an jedem Donnerstag in die 3a, um mit einfachen Mitteln Musik zu machen.
  • hochgeladen von Ulrich Bangert

Jahrelang hatte die Grundschule im Heiligenhauser Stadtteil Oberilp einen schlechten Ruf. Wer konnte, schickte seine Kinder daher nicht dorthin.
Das hat sich aber gründlich geändert: Das Image hat sich inzwischen gebessert, mehr Schüler besuchen die „Regenbogenschule“, wie sie seit dem Jahr 2009 heißt.
„Wir haben derzeit insgesamt 145 Schüler. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der Schüler fast verdoppelt“, verkündet Schulleiterin Ellen Schieferstein stolz. „Durch unser neues Konzept hat sich die Qualität des Unterrichts massiv verbessert.“
Dafür haben die 14 Lehrer verschiedene Aus- und Fortbildungen absolviert, auch ein intensiver Kontakt zu den Eltern wird gepflegt. „Das Wir-Gefühl hat sich positiv entwickelt, auch durch interkulturelle Aktivitäten, wie zum Beispiel gemeinsames Kochen. Hier ist einfach Kreativität gefragt.“
Einen Schwerpunkt legt das neue, erfolgreiche Konzept auf musische Aktivitäten, Musik, Theater, Bildhauerei: „Da ist jeder gleich dabei“, stellt Ellen Schieferstein fest, die sich freut, dass sich alle Mitarbeiter mit der Schule identifizieren. „Die sind mit Herz und Hand dabei, das merkt man.“ Als besonders positiv hebt die Schulleiterin das gute soziale Netz in dem Stadtteil mit dem hohen Migrantenanteil hervor. Eine positive Resonanz gibt es auch von den weiterführenden Schulen. „Die Kinder sind sehr selbständig“, bekommt Ellen Schieferstein regelmäßig zu hören.
Jetzt wurden die Erfolge der Regenbogenschule auch amtlich bestätigt: Bei der Qualitätsanalyse NRW wurden 25 Kategorien bewertet, zehn Mal gab es die Stufe „vorbildlich“, 13 Mal hieß es „stark“.
In seinem Qualitätsbericht stellt Prüfer Michael Seiffert von der Bezirksregierung fest, dass das Lernen und Leben in der Regenbogenschule in einem vorbildlichen pädagogischen Klima stattfindet, das geprägt ist von gegenseitiger Wertschätzung und ernsthaftem, ermutigendem Aufnehmen von Schüleräußerungen durch die Lehrkräfte. Weiter heißt es: „Individuelle Förderung und Unterstützung erfüllt die Schule in starker, auch vorbildlicher Qualität“.
Die Prüfer beobachteten drei Monate lang die Schule, befragten Eltern, Schüler und die Mitarbeiter des offenen Ganztages. „Die Untersuchung war so angelegt, dass eine Täuschung nicht möglich war“, so Schieferstein, die in dem Ergebnis eine schöne Bestätigung der Arbeit sieht.
Aber es gab auch Kritik: „Wir müssen unsere Vorgehensweise stärker verschriftlichen“, mahnten die Prüfer an. Daran will man in der Regenbogenschule jetzt auch noch arbeiten.

Autor:

Ulrich Bangert aus Heiligenhaus

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