Wohnungslosenhilfe Iserlohn stellt Jahresbericht vor

Ulf Wegmann und Stefanie Schulte stellten den Jahresbericht der Wohnungslosenhilfe Iserlohn vor. Die Nachfrage am Angebot der Diakonie Mark-Ruhr bleibt auf einem sehr hohen Niveau. Foto: Diakonie
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"Weiter hoher Bedarf"

„Wir sind da. Wo die Menschen uns brauchen.“ Getreu der Maxime der Diakonie Mark-Ruhr, hat die Wohnungslosenhilfe Iserlohn auch in den zurückliegenden Monaten das Ziel verfolgt, Wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen ein Leben zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht.

Iserlohn. Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2017 haben Einrichtungsleiter Ulf Wegmann und Stefanie Schulte mitgeteilt, dass sich im Jahr 2017 insgesamt 805 Klienten an die Iserlohner Beratungsstelle gewendet haben.
„Die hohen Besucherzahlen der Wohnungslosenhilfe bringen es mit sich, dass sich die Beratung schwerpunktmäßig auf Fragen der Existenzsicherung konzentriert“, so Ulf Wegmann. „Eine Wohnung ist Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben. Sie bietet Schutz, Intimsphäre, Rückzugsmöglichkeit, ermöglicht die Pflege sozialer Kontakte und die Möglichkeit der individuellen Entfaltung und Gestaltung eines privaten Raumes.“
Die Versorgung mit Wohnraum bleibe aber insgesamt schwierig – 35.1 Prozent der Besucher der Beratungsstelle hatten 2017 beim Erstkontakt eine eigene Wohnung (2016: 27 Prozent). Während das Problem der Wohnungslosigkeit in der Vergangenheit insbesondere bei Personen unter 25 Jahren auffällig war, sei jetzt ein Zuwachs von Wohnungslosigkeit in der Altersgruppe ab 25 Jahren festzustellen. Von den Besuchern waren insgesamt 572 männlich und 233 weiblich. Der Anteil der Frauen stieg 2017 leicht an, gut 36 Prozent davon sind jünger als 25 Jahre. Dagegen sind nur 25 Prozent der männlichen Besucher jünger als 25 Jahre. Im Berichtsjahr konnte bei 47.4 Prozent der Neuzugänge in der Beratung ein Migrationshintergrund verzeichnet werden. „Die Entwicklung hier ist leicht rückläufig“, berichtet Ulf Wegmann. Mit Blick auf das Themenfeld Migration liege der Fokus wieder auf den mittel-, erwerbs- und wohnungslosen EU-Bürgern. „Hier entstehen äußerst prekäre Lebenssituationen, in denen mitunter keine Sicherung der Existenz möglich erscheint und keine Krankenversicherung vorhanden ist.

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