Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Die Selbstdarstellung von Dieter Bohlen geht diese Tage in die nächste Runde und in seiner Sendung Deutschland sucht den nächsten F Promi wird der nächste Castingstar gefunden werden. Wie bereits im Jahresrückblick geschrieben, wenden sich die Tonträgerkäufer von den Möchtegernstars ab. Ob dies bei den beiden frisch gecasteten Künstlern und ihren Veröffentlichungen zu Recht geschieht, soll heute unter die Lupe genommen werden.

Das zweite Standbein des Mannes aus Tötensen ist Deutschland sucht das Supertalent und in der gerade abgedrehten Staffel gewann hier auch ein Musiker namens Freddy Sahin-Scholl. Er begeisterte die Fernsehzuschauer mit seiner variablen Stimme und den verschiedenen Stimmarten, die mal hoch und hell in Form eines Soprans ertönt und danach wieder tief und dunkel als Tenor. Der Mann mit den zwei Stimmen wird er genannt und allein dies machte ihn zum Supertalent.

Blickt man allerdings hinter die Geschichte des in Karlsruhe lebenden Musikers und hört sich das Album objektiv an, bleibt ein fader Beigeschmack. Die CD ist nämlich keineswegs neu, sondern wurde bereits 1999 produziert und der neue Fernsehstar trat auch bereits bei Veranstaltungen wie „The Nokia Night of the Proms“ auf. Hier von einem Newcomer zu sprechen, nur weil er bisher (und wahrscheinlich auch in Zukunft) nicht von seiner Musik leben kann, ist fehl am Platze.

Die CD bietet neben dem bekannten „Carpe Diem“ auch wenig Abwechslung. Zwar kann der 57 jährige die Stimmlagen wechseln, aber Liebhaber der Oper und Operette merken schnell, dass die Töne nicht sauber getroffen werden und die Songs damit angestrengt wirken.

Falls ich wirklich mal Gefallen an kommerzieller klassischer Musik bekommen sollte, greif ich dann doch lieber zu Paul Potts.

Pro Sieben trotzt DSDS mit der Show Popstars und hatte mit den No Angels auch die erfolgreichste und beste Castingband zu bieten. Mit LaVive versuchen sie es erneut mit 4 weiblichen Teilnehmerinnen und hoffen auf einen ähnlich großen Erfolg.

„No sleep“ ist das Werk betitelt und bietet billig produzierten Müll zwischen Pop und Dance. Die Stimmen der Mädels kommen kaum zur Geltung und bezeichnend ist es, dass der beste Song des Albums auch noch „Hurtful“ heißt. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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