Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Gegensätze ziehen sich bekanntlich an, wobei das auf die musikalische Ebene kaum zu übertragen ist. Vielmehr sind die meisten Musikhörer in ihren selbst erstellten Schubladen gefangen. Dennoch lohnt es sich den beiden verschiedenen Bands aus NRW ein Ohr zu schenken.

35 Jahre gibt es die ersten Protagonisten der heutigen CD Kritik bereits und der Frontmann Wolfgang Niedecken konnte vor kurzem 60 Kerzen auf dem obligatorischen Geburtstagskuchen ausblasen. Nach drei Jahren erscheint nun das nächste Studioalbum von BAP. „Halv su wild“ heißt das siebzehnte Werk der Kölner und bietet wieder grandiose handgemachte Rockmusik.

Es gibt Bands die sind zeitlos und auch trotz fehlender Experimentierfreude (zumindest auf diesem Album) nicht langweilig. Zu denen gehören sicherlich die Kölner, die auch auf dem neuen Silberling wieder pure Rocksongs mit Tiefgang und einem Spritzer Humor präsentieren. So bekommt der 1. FC Köln von den bekennenden Fans auf „Woröm Dunn Ich Mir Dat Eijentlich Ahn?“ sein fett weg, denn wer am Samstag wieder die Geißböcke gesehen hat, kann sich eigentlich nur diese Frage stellen.

Reinhörtipps sind das ruhigere „Noh All Dänne Johre“ oder das rockige „Keine Droppe Mieh“. Das Album bietet aber so gut wie keine Schwächen und wirkt am besten am Stück. So können die Kölner Jungs auch noch die nächsten 35 Jahre rocken.

Noch keine drei Jahre hat das Quartett Frida Gold aus Hattingen auf dem Buckel und präsentiert nun mit „Juwel“ ihr viel beachtetes Debut. Die Mannen um die Sängerin und das Modell Alina Süggeler bieten elektronische Popmusik mit Einflüssen aus dem Dancebereich aber auch dem Indiepop.

Mit der ersten Single „Zeig mir wie du tanzt“ machten sie Ende letzten Jahres auf sich aufmerksam und als Vorgruppe von Revolverheld und Kylie Minogue verdienten sie sich ersten Respekt als Liveband.

Auf der ersten Hälfte des Silberlings dominiert der elektronische Beat und die Befürchtung, dass die Scheibe so eindimensional bleibt. Im zweiten Teil zeigen Frida Gold jedoch, dass sie auch ruhigere und komplexere Songs beherrschen. Reinhörtipps sind neben „Wenn du mit mir tanzt“ das grandiose „Aufgewacht“ oder „Waffen und Pferde“.

Hattingen hat jetzt auch seine Popstars und man kann nur hoffen, dass noch mehr Bands wie Luxuslärm oder Frida Gold aus unserer Ecke des Ruhrgebiets auf sich aufmerksam machen.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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