Wenn die Fassade einstürzt

Kate Winslet, Jodie Foster und Christoph Waltz: Für die Verfilmung des modernen Theater-Klassikers „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza hat Regisseur Roman Polanski ein internationales Starensemble vor der Kamera versammelt.
Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz, einem der beiden Jungen werden dabei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des „Opfers“, Penelope und Michael (Jodie Foster und John C. Reilly) haben die Eltern des „Übeltäters“, Nancy und Alan (Kate Winslet und Christoph Waltz), eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären.
Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und die Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile.
Und schließlich platzt die dünne Haut der bürgerlichen Kultiviertheit auf: Vier Erwachsene geraten aus der Fassung. Brutal und rücksichtslos werden Grenzen überschritten, provoziert und schließlich deutlich, dass sie alle hinter ihrer zivilisierten Maske einen „Gott des Gemetzels“ anbeten. Auf dem Schlachtfeld dieser Tragikomödie versinkt am Ende nicht nur ein Handy in der Tulpenvase …
Nach seiner Premiere 2006 wurde Yasmina Rezas Stück von Kritik und Publikum bejubelt. Es lief vor ausverkauften Häusern in der ganzen Welt. Polanski blieb bei der Verfilmung ganz eng an der Vorlage: „Es ist eine besondere Herausforderung, einen Film in Echtzeit zu drehen, also ohne echte Schnitte“, so der Kult - Regisseur.

Autor:

Jens Holsteg aus Herdecke

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