Herbsttipps des Tüv Nord Herne
Ölwechsel bremst Verschleiß

Wann ein Fahrzeug neues Öl braucht, ist je nach Fabrikat und Hersteller unterschiedlich.  Foto: TÜV NORD/iStock-146886688_LeventKonuk.
  • Wann ein Fahrzeug neues Öl braucht, ist je nach Fabrikat und Hersteller unterschiedlich. Foto: TÜV NORD/iStock-146886688_LeventKonuk.
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Wann braucht das Auto einen Ölwechsel und welches Öl ist das richtige? Denis Stetzka, Leiter der TÜV NORD-Station Herne, nimmt den beginnenden Herbst zum Anlass, um über Motoröl zu informieren.

Denn viele nutzen die jährliche Inspektion zur Vorbereitung auf den Herbst und Winter, auch wenn der richtige Zeitpunkt je nach Hersteller und Fabrikat unterschiedlich ist. Damit Verschleiß keine Chance hat, rät Stetzka, den Empfehlungen des Herstellers zu folgen, die in den Fahrzeugpapieren notiert sind.

„Dank des Motoröls wird Reibung verhindert und der Motor gekühlt. Zudem dient es als Reinigungsmittel, denn während der Motor in Betrieb ist, können Metallspäne entstehen. Diese kleinen Schmutzpartikel werden durch das Öl gebunden und über den Filter entfernt“, so Denis Stetzka. Nur wenn das Motoröl und die hinzugefügten Zusatzstoffe nicht abgenutzt sind, kann es diese Aufgaben erfüllen.

Hersteller unterscheiden zwischen einem festen und einem dynamischen Ölwechsel-Intervall: nach Laufleistung und Zeitraum. Demnach ist ein Wechsel in der Regel entweder nach bis zu 40.000 gefahrenen Kilometern - bei Diesel-Motoren bis zu 50.000 Kilometern - oder nach zwei Jahren erforderlich. Stetzka empfiehlt: „Ist der Motor jedoch starken Belastungen ausgesetzt, zum Beispiel durch viele Kurzstrecken-Fahrten, sollte man das Intervall verkürzen und einmal im Jahr oder nach 15.000 Kilometern das Öl tauschen.“ Der Experte rät, den Ölstand alle 1.000 Kilometer zu prüfen.

Welches Getriebeöl geeignet ist, steht in der Betriebsanleitung des Wagens. Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich an die Herstellervorgaben zu halten, da sonst die Garantieansprüche verfallen können. „Wer sich daran hält, ist auf der sicheren Seite, ein Öl mit passender Viskosität zu verwenden. Sie gibt die Zähflüssigkeit bei einer bestimmten Temperatur an, sagt aber zunächst einmal nichts über die Qualität aus“, erklärt der TÜV-Experte.

Während Motoröl mit hoher Viskosität höheren mechanischen Belastungen standhalten kann, fließt solches mit geringer leichter und lässt sich somit leichter durch den Motor transportieren. Um die beste Fahrzeugleistung zu erzielen, lohnt sich also der Blick in die Betriebsanleitung.

Pfütze unter dem Auto? Wer einen Fleck unter seinem Fahrzeug feststellt, denkt meist sofort an Ölverlust. Das muss aber nicht immer der Fall sein. Da es sich dabei auch um Getriebeöl, Hydrauliköl der Servolenkung, Bremsflüssigkeit, Kraftstoff oder Kühlwasser handeln kann, ist es zunächst wichtig, herauszufinden, ob es sich tatsächlich um Motoröl handelt. Stetzka benennt die Unterschiede: „Man kann die verschiedenen Flüssigkeiten recht gut auseinanderhalten. Motoröl ist schwarz und riecht sehr unangenehm, während das Öl des Handschaltgetriebes meist gelblich ist. Hydrauliköl wiederum ist eher rötlich.“

Bremsflüssigkeit zeichnet sich durch eine bräunliche oder grünliche Färbung, einen auffälligen Geruch sowie die Lage des Flecks in der Nähe eines Rades aus. Diesel lässt sich wiederum an der öligen Konsistenz und der leichten Braunfärbung erkennen, während der stechende Geruch und das regenbogenartige Schimmern auf Benzin hinweisen. Das Kühlmittel lässt sich schließlich anhand eines süßlichen Geruchs, seiner leicht schmierenden Eigenschaften und der bunten Färbung identifizieren.

Konnte die Flüssigkeit bestimmt werden, steht nun die Suche nach dem Leck an. Das Fahrzeug und wenn nötig auch den Motor gründlich säubern, um eine mögliche Beschädigung nicht zu übersehen. Aber auch mithilfe von Kontrastmittel und einer UV-Lampe kann das Leck aufgespürt werden. Wer sich unsicher ist, kontaktiert die Werkstatt.

Autor:

Stephanie Klinkenbuß aus Recklinghausen

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