Orangerie Herten: Zurück ins Jahr 1795

Der zweite Vorsitzende Franz Dübber vor der Orangerie Herten. Foto: POS
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  • hochgeladen von Thorsten Seiffert

Die Orangerie im Schlosspark Herten soll nicht nur erhalten werden, sie soll möglichst auch in den Urzustand zurückversetzt werden. Dieses Ziel hat sich der Förderverein der Orangerie Herten gesetzt. Unterstützt wird er dabei nicht nur von zahlreichen Vereinsmitgliedern (Jahresbeitrag 12 Euro), sondern zum Beispiel auch durch heimische Künstler.
Im Sommer des Jahres 2006 haben sich einige kulturell und Heimat verbundene Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden, um den Gedanken der Wiedererstehung der Orangerie Herten aufzugreifen. „Am 30. August 2006 wurde der Förderverein Orangerie Herten e.V. gegründet und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt“, erinnert sich Gründungsmitglied und zweiter Vorsitzender Franz Dübbert. Damit war der Weg frei, durch breite Unterstützung der Bevölkerung und der Politik, die Orangerie vor dem weiteren Verfall zu bewahren.
„Ziel ist es, die Orangerie aus dem Jahre 1795 wieder aufzubauen, die alte Substanz mit neuen Elementen zu verbinden und die Orangerie der Hertener Bevölkerung zur Verfügung zu stellen“, erläutern die Vorsitzenden Susanne Fiedler und Franz Dübbert auf der Hompepage des Vereins. Der Verein bemüht sich finanziellen und ideellen Ressourcen zu entwickeln, um die Orangerie zu retten. 30.000 Euro kamen schon zusammen. Nach Machbarkeitstudien eines Architekturbüros werden sich die Kosten je nach Ausführung zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro belaufen. Als Vorbild zur Rekonstruktion dienen Zeichnungen des flämischen Hofmalers R. Roidkin, der die Orangerie in den Jahren von 1725 bis 1740 malte.
„Bilder von R. Roidkin unterstützen auch die These, dass die Orangerie repräsentativen Zwecken und nicht nur der reinen Überwinterung von exotischen Pflanzen diente“, weiß Franz Dübbert zu berichten. „Das soll auch zukünftig so sein.“ Waren 1953 die Außenwände der Orangerie noch weitgehend erhalten, zeigen Bilder von 1977 dass die Südfassade der Orangerie zu diesem Zeitpunkt schon zusammengefallen war. 1972 gingen die gesamte Parkanlage und seine Gebäude in den Besitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und wurden in den Folgejahren umfangreich saniert und umgebaut. Mit Sanierungsarbeiten der Orangerie wurde im Jahr 1974 begonnen, die erhaltenen Teile gestützt und eine Stahlbetondecke auf die vorhandene Kellerdecke aufgebracht.
Mangels Ideen für die Umnutzung wurde die Maßnahme nach kurzer Zeit wieder eingestellt. 2006 nahm sich der Förderverein der Orangerie an und hofft bis 2016 durch Mitgliedsbeiträge, Sponsoren und öffentliche Fördermittel die Orangerie wieder im Urzustand fertig stellen zu können. Weitere Infos: www.orangerie-herten.de POS

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