Mein Wochenrückblick für die KW35
Bittediskutieren und weiter erzählen. Danke!

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Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen und Freunde,

in dieser Woche enden die Schulferien und der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler in Herten geht wieder los. Für mehr als 580 Kinder startet das Schulleben in der ersten Klasse – ich wünsche den „i-Dözchen“ und ihren Eltern ganz viel Spaß! Es gibt viel zu lernen und zu entdecken.

Montag

Wie meistens startete die Woche zunächst einmal mit einem Büroteam-Meeting. Schließlich wollen Termine, der Einsatz des Presseteams, Mitteilungen, interne Vorgänge und so weiter besprochen und geplant werden. Danach ging es dann in die montagliche Besprechung mit dem Verwaltungsvorstand und den operativen Führungskräften.
Nach einer Pause setzte ich mich dann zu aktuellen Finanzfragen mit unserem Kämmerer, Herrn Steck, „in Klausur“.

Über das Wasserstoffkompetenzzentrum „auf Ewald“, die zukünftige strategische Ausrichtung und mögliche Akzente sprachen unsere lokale Wirtschaftsförderung, die WIN Emscher-Lippe als regionale Wirtschaftdfördering und ich in einem ausführlichen Gespräch. Wasserstoff als Energieträger hat, davon sind wir überzeugt, eine große Zukunft vor sich. Dazu muss das Thema „Windstrom-Elektrolyse“ (https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/elektrolyse-windstrom-schluessel/) weiter vorangetrieben werden, denn das ist unserer Ansicht nach neben Photovoltaik und der thermischen Verwertung unseres Abfalls, (AGR) der richtige Weg zu „grünem“ (also CO2-neutral hergestelltem) Wasserstoff.
Das auch Wasserstoff, der beispielsweise als „Beiprodukt“ der chemischen Industrie entsteht, sinnvoll genutzt werden kann, steht natürlich außer Frage. Uns ist vor allem wichtig: Herten und die Emscher-Lippe-Region können mit Wasserstofftechnologie in der Energie-/Mobilitätswende punkten, deshalb wollen wir das Thema in Herten auch weiter bündeln und vorantreiben! Dazu wird es laufend weitere Infos zu positiven Entwicklungen geben - wir bewegen Herten.

Dieser Besprechung schlossen sich dann noch zwei weitere Gesprächstermine an. Das Rathaus verließ ich daher erst am frühen Abend, zur Verwunderung des einen oder anderen Falschparkers. Wobei ich erwähnen möchte, ich nicht nur auf Unverständnis stoße, auch unter den "Knöllchenempfängern", wenn ich Ihnen erkläre, hier nicht einfach mit zuen Augen vorbeigehen zu können.

Dienstag

Ein pickepackevollgepackter Besprechungsdienstag, von Kämmerer über Ausländeramt und Wirtschaftsförderung bis hin zu ZBH und Bürgergesprächen - eine gute und konstruktive Mischung aus etwas bewegen und bewegt werden.

Mittwoch

Bei der wöchentlichen Besprechung der Wirtschaftsförderung ging es auch noch einmal um das Thema Wasserstoff. Es gibt Zeichen dafür, dass unser Werben und Trommeln für das Thema Brennstoffzelle nach und nach auf fruchtbaren Boden fallen wird. Deshalb haben wir die durchaus realistische Hoffnung, in absehbarer Zeit neben dem Bürgermeisterwagen, den ersten mit neuster Technology der Brennstoffzellen angetriebenen Bus und Müllwagen auf Hertens Straßen zu sehen. Persönlich bin ich kein Freund von "klimatischer Symbolpolitik", sondern mache lieber das, was wir hierselber und mit Partnern vor Ort tun können.

Zusammen mit unserem Beigeordneten für Bildung und Soziales und den Kollegen vom Hertener Immobilienbetrieb (HIB) besuchte ich die neue Kita an der Gertrudenstraße. Die Leiterin, Frau Fischer, führte uns durch die Einrichtung. Ich gebe zu, ich bin beeindruckt von dieser tollen Kita - aber, auch vom pädagogischen Konzept welches hier gelebt wird. Ich hatte diesen Termin organisiert, um zum einen die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Schettler (Bauherr der Kita) zu unterstreichen, aber auch um die Leitungsebenen des HIB (Hertener Immobilienbetrieb als städtischer Bauherr (auch von Kitas) und dem Sozialdezernat zu vertiefen. Die Stadt ist kein Unternehmen und kann in vielen Bereichen auch nicht so agieren, wir haben unterschiedliche Aufgaben. Doch müssen beide Seiten immer über den Tellerrand schauen, um voneinander zu lernen. Das machen wir "schon ganz gut" in Herten.

Nach einer „Arbeitspause“ fand eine kurze Besprechung mit dem Büroteam statt, gefolgt von längeren Gesprächen mit dem Leiter des Personalbereichs und dem Beigeordneten für Bildung und Soziales. Den nicht nur der zukünftige Haushalt will aufgestellt werden sondern auch der dazugehörige Stellenplan. Praktisch das Herz und die Lunge der Verwaltung - der Bereich, an dem sich auch Bürgermeister langfristig messen lassen sollten.

„Herten qualifiziert“ – so lautete die Überschrift der Informationsveranstaltung für Unternehmen zum Thema Fachkräftequalifizierung und Personalentwicklung. Es war mir eine Freude hier begrüßen und in das Thema einführen zu dürfen. Dazu eingeladen hatten die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und die Regionalagentur Emscher-Lippe in Zusammenarbeit mit der Hertener Wirtschaftsförderung. Gemeinsam stellte man im Wasserstoff-Anwenderzentrum auf Ewald vor, was Unternehmern hierzu an Förderprogrammen zur Verfügung steht und welche Möglichkeiten Unternehmen nutzen können. Fachkräftegewinnung ist ein Zukunftsthema – schon heute ist es für viele Unternehmen nicht einfach, Fachpersonal zu finden. Wir möchten daher alles dafür tun, um Unternehmen dabei zu unterstützen, fündig zu werden, nicht zuletzt, weil das auch für uns als Standort sehr wichtig ist.

Von Ewald nach Münster. Mit dem Wasserstoff-Fahrzeug ging es auf zum Sommerfest der Regierungspräsidentin nach Münster. Nicht nur Frau Feller, sondern auch Herr Staatssekretär Liminski als Chef der Staatskanzlei des Landes NRW brachten das Zukunftsthema Wasserstoff zur Sprache – und als Bürgermeister des Wasserstoff-Standortes Herten brachte ich im direkten Gespräch unsere Stadt Herten zur Sprache. Ein guter Austausch, der auch auf anderen Ebenen im Hinterkopf verankern soll, dass wir hier in Sachen Wasserstoff-Technologie „auf dem Weg“ sind. Werbung in eigener Sache hat noch nie geschadet. ;-) Ein Gespräch im Ministerium wurde zugesichert.

Donnerstag

Der Vormittag gehörte neben Rücksprachen mit Büroteam und Stabsstellenleitung vor allem dem elektronischen und analogen Schriftverkehr. Gegen Mittag begab ich mich auf die Autobahn, um nach Monheim zu fahren. Dort traf ich mich zu einem weiteren und angenehmen Erfahrungsaustausch mit Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann. Seit vier Jahren verbindet uns nunmehr eine wachsende Freundschaft. Danke und bis bald.
Leider hat unser Zeit heute nicht gereicht, um über den Einsatz autonom fahrender Busse und den ÖPNV in Monheim tiefer zu sprechen.

Nach einer staubedingt länger als geplanten Rückfahrt stand am späten Nachmittag dann noch ein Treffen und Gespräch zum Thema Personal- und Organisationsentwicklung im Rathaus an. Ich freue mich, wenn Gesprächsangebote angenommen werden leider nicht auf allen Ebenen.

Freitag

Zunächst war ich zusammen mit einer Kollegin vom Kommunalen Ordnungsdienst und Frau Kleibrink von den „Kinderfreunden“ an der Süder Grundschule. Die Umbaumaßnahmen in Sachen Straßenverbreiterung, Kurzparkzone, Halteverbot, Querungshilfe etc. wurden soweit umgesetzt, pünktlich zum Schulanfang. Ein paar Restarbeiten stehen noch an und dann
sieht es hoffentlich nicht nur gut aus, sondern wir auch angenommen und praktiziert. Die Kinder "würden es uns danken".

Nur als Info – (was überhaupt nichts mit Besserwisserei zu tun hat), wenn Sie dieses Schild sehen, (rots X auf blauem Grund) dann dürfen Sie an dieser Stelle nicht halten. Auch nicht kurz. Erst recht dürfen Sie dort nicht parken. Wo der Unterschied ist?
Es parkt, wer sein Fahrzeug verlässt oder mehr als drei Minuten hält. Es hält, wer die Fahrt unterbricht, ohne dass es durch Verkehrslage oder eine Anordnung veranlasst wäre (also eine Ampel, einen Stau oder eine heruntergelassene Bahnschranke).
Und das bedeutet ganz klar: wer dort hält, wo das Schild steht, begeht eine Verkehrsordnungswidrigkeit. Auch, wenn man „nur mal eben das Kind absetzen möchte“.

Genau um das zu verhindern und die Verkehrssituation an der Süder Grundschule zu verbessern, haben wir ja schließlich diese Schilder dort angebracht. Viele müssen das offensichtlich erst noch lernen. Ich bin überzeugt: das wird schon.

Den Vormittag verbrachte ich auf dem Wochenmarkt – nicht nur, um Gespräche zu führen, sondern vor allem auch, um unseren „Neuen“ zu begrüßen: Herr Boulakhrif wird zukünftig den Wochenmarkt mit seinem Marktstand bereichern und verschiedenste Sorten von getrockneten und kandierten Früchten anbieten – nicht nur fürs Müsli, sondern auch als Koch- und Backzutat oder als Leckerei für Zwischendurch. Die Wirtschaftsförderung freut sich über diesen Neuzugang und bleibt aktiv am Ball, um weitere Händlerinnen und Händler für unseren Wochenmarkt zu begeistern. Für Tipps sind wir immer offen.

Am Abend war ich dann zu Gast beim Redaktionsfest von „Herten Erleben“. In schöner Atmosphäre mit Livemusik stellte die Redaktion die neueste Ausgabe vor – nicht umsonst in Hertens schönem Copa Ca Backum, schließlich steht das aktuelle Heft unter der Überschrift „Wasser“. Vom Wasser zum Wasserstoff ist es da bekanntlich nicht sehr weit ;-) und gerade als Langstreckenläufer könnte ich viele "heimliche und unheimliche Geschichten" zum Tema Wasser erzählen, Wasser in Form von Schweiß und zum Überleben.... dies gerne an anderer Stelle

Samstag

Laufen zuhause. Die Leichtathletik Spvgg. Herten richtet die offenen Kreismeisterschaften der Senioren aus. „Senior/in“ ist man übrigens schon ab 30 Jahren aufwärts – das ist noch gar nicht so alt. Auch ich werde mit am Start sein und unseren Verein repräsentieren und unterstützen, allerdings auf eher kurzer Distanz - Start 16.30 Uhr auf der 3000 m Strecke. Ok, kurze Distanzen kann ich nicht wirklich gut, ich bin eher der Typ der lange etwas aushält und fernere Ziele erreichen will. So laufe ich von Zuhause los, um mich zumindest schon mal einzulaufen, bevor aus auf die Bahn geht.

Im Anschluss habe ich mir vorgenommen, beim Picknick des Freundeskreises Doncaster auf der Obstbaumwiese an der Westerholter Straße vorbeizuschauen... es sollte für einen stopover reichen.

Während ich in Herten laufe, laufen die Schalker in der Arena gegen die Hertha aus Berlin auf. Eigentlich ist es höchste Zeit für drei Punkte. Schauen wir mal, ob es an diesem Wochenende endlich hinhaut. Glück auf Jungs.

Sonntag

Erster September. Vor 80 Jahren begann das Kriegsschiff Schleswig-Holstein in den frühen Morgenstunden damit, polnische Militäreinrichtungen auf der Westerplatte vor Danzig zu beschießen. Vor ein paar Wochen war ich noch selbermit Familie vor Ort.

Damit begann offiziell der zweite Weltkrieg. Am Ende des weltweiten Konfliktes standen – je nach Quelle – 65 bis 85 Millionen Todesopfer, mehr als die Hälfte davon Zivilisten. Die exakte Zahl wird wohl nie jemand ermitteln.
In einer gemeinsamen Gedenkaktion werden VVN-Bund der Antifaschisten, DGB und andere für den Frieden engagierte Mitmenschen um 10 Uhr am Mahnmal „Sag nein“ an der Maschinenhalle Scherlebeck daran erinnern und für die Zukunft mahnen: „Nie wieder Krieg!“. Ich werde ebenfalls dort sein und würde mich freuen, viele Hertenerinnen und Hertener zu sehen, die ein Zeichen für den Frieden setzen möchten in unserer leider nicht wirklich friedlichen Zeit.

Von Scherlebeck aus schaue ich dann einmal kurz auf ein Getränk und ein paar gute Gespräche beim Sommerfest der Siebenbürger Landsmannschaft vorbei – am Siebenbürgerhaus im Siebenbürgerviertel in Langenbochum. Für Speis und Trank und gute Unterhaltung gerade auch für Kinder ist gesorgt. Ein richtiges Quartiers-Sommerfest eben.

Sommerfest ist auch im Wohn- und Pflegezentrum Gertrudenau, welches ich danach besuchen werde. Sowie am Nachmittag ich dann noch beim Gemeindefest der Johanneskirche in Herten-Süd vorbeischauen möchte.

Soll mal jemand behaupten,
in Herten wäre nichts los ;-)

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes und sonniges Wochenende!

Ihr Fred Toplak

Autor:

Fred Toplak aus Herten

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