HERTEN HAT DIE QUAL DER WAHL
Matthias Müller im Gespräch mit dem Stadtspiegel

Matthias Müller. Foto: ST

Kurz, knackig, kompetent - das war die Vorgabe des Stadtspiegels an die Kandidaten zur Wahl des Hertener Bürgermeisters im September. Wir haben allen die gleichen drei Fragen gestellt, die Wortzahl für die Antworten limitiert, um Schwafelanfälle zu verhindern. In den nächsten Wochen werden die Kandidaten hier zu Wort kommen. Heute ist Matthias Müller im Gespräch.

von Thorsten Seiffert

1. Wenn Sie Bürgermeisterin werden: Was können die Hertener Bürger in den nächsten Jahren erwarten?
Ich richte die politische Arbeit wesentlich dialogischer aus. Ich erörtere alle anstehenden Projekte mit den beteiligten Akteuren frühzeitig und umfassend in persönlichen Gesprächen, damit Abläufe reibungsloser funktionieren. Die anstehenden Maßnahmen zur Schaffung zusätzlicher Kita-Plätze sowie die Modernisierung bzw. der Neubau von Schulen erhalten bei mir oberste Priorität. So wirke ich auch darauf hin, dass sich die Bildungsübergänge von Kindergarten zu Schule bzw. von Schule zu Ausbildung und Studium strukturell verbessern. Ich etabliere regelmäßige Gespräche mit Firmen, Einzelhändlern und Dienstleister sowie Wirtschaftsförderung, Arbeitsagentur und Jobcenter, um ein tragfähiges Netzwerk für Ausbildung und Arbeit zu schmieden. Das kommunale Finanzmangement zu Konsolidierung unseres Haushaltes erhält von mir höchste Aufmerksamkeit. In den Stadtteilen biete ich Dialogforen an, um Fragen und Sorgen vor Ort frühzeitig zu identifizieren. Die Themen „Mobilität“ und „Digitalisierung“ werde ich in der Systematik der Ausschüsse angemessener berücksichtigen. Das Vereinsmanagement wird mit mir wieder intensiviert. Ich arbeite auf eine systematische Sozialplanung hin. Alle Ideen zur Realisierung der Vision: „Herten (2030): Kinderfreundlichste Stadt im Kreis Recklinghausen“ werden mit mir als Bürgermeister systematisch erfasst, in einer Wichtigkeit bewertet und mit Messbarbeitskriterien hinterlegt.

2. Motorworld, Neues Forum - glauben Sie, dass in ihrer möglichen Amtszeit irgendetwas wirklich fertiggestellt bzw. überhaupt realisiert wird?
Ich glaube an die erfolgreiche Realisierung des Herten Forums, die Lösung der logistischen Probleme rund um Forum, Bahn-Haltepunkt und Sporthallenneubau am Gymnasium, eine weitere Ansiedelung von Firmen und die Etablierung besonderer Kulturerlebnisse auf Schlägel-Eisen, die systematische Realisierung des Projektes Zeche Westerholt, einen zukünftigen Stadtteil „Herten Mitte“ mit einer besonderen, Aufenthaltsqualität durch einen Mix aus Kultur, Einkauf, Gastronomie und ökologischen Inseln, die weitere Entwicklung des Standorts Ewald mit dem Fokus auf alternative Technologien, Softwareschmiede, Freizeit,- Touristik- und Kulturmetropole und Logistik sowie eine zeitnahe konzeptionelle Alternative, falls die Motorworld als nicht realisierbar ist. Darauf fußt mein Glaube: Die vielversprechenden Pläne der Projekte und deren Umsetzung werden von mir in enger Abstimmung mit Verwaltung, Politik, Investoren und beteiligten Behörden und Institutionen fortgeführt. Dazu gehört auch die Analyse und Bereitstellung möglicher zusätzlich erforderlicher Planungsressourcen.

3. Die Corona-Krise hat es gezeigt: Herten ist digital schlecht aufgestellt. Was wollen Sie dagegen tun und werden wir endlich Ratssitzungen im Internet sehen können?
Die anstehende Verbesserung der Digitalisierung braucht ein durchgängiges in der Verwaltung verankertes Konzept, das die Nutzung der neuen Medien für Schulen, für Verwaltung, die Bürgerinnen und Bürger systematisch verbessert, eine nachhaltige Akquise und Nutzung von Fördermitteln, eine systematisches Fort - und Weiterbildungskonzept für alle, die für Vermittlung von Wissen rund um die Digitalisierung verantwortlich sind, ein Konzept, wie dadurch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden kann und die Einhaltung der Datenschutz-Gesetze. Die Übertragung von Ratssitzungen im Internet sind nur sinnvoll, wenn sie moderiert und im Kontext der behandelten Themen von einem verlässlichen Redaktionsteam begleitet wird, sollte ausschließlich der Transparenz, der Förderung demokratischer Prozesse und der politischen Bildung dienen und nicht einem populistischen Voyeurismus Vorschub leisten.

Autor:

Lokalkompass Herten aus Herten

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