Flossbachs Querpass
"Rudi, Du wirst mir fehlen"

Den Schalke-Spielern hätte er gehörig den gut frisierten Kopf gewaschen Das große Flattern oder doch das Warten auf Reus? Der BVB hat beim 3:3 gegen Hoffenheim geschwächelt und die Grinsheimer nagelten den Gelbschwarzen nach einem 3:0 noch drei Nägel zwischen die Holzpfosten. Jetzt lauern alle irgendwie darauf, dass man dem Club eine Krise attestieren kann.

Das muss der Schweizer Lucien Tell mit seinem Team verhindern. Klar, es ist eine junge Mannschaft, und wenn der Käptn nicht an Bord ist, dann werden Segel schon mal falsch gesetzt, aber in der Tabelle fragt keiner nach Gegenwind, Schären oder Fahrrinnen. Nur nacktes Zahlenwerk zeigt die Navigation an und da ist die Position derzeit noch gut. Das soll auch bei den Nürnberger Doppelschoner so bleiben. Zwar haben die dort das Bodenpersonal ausgewechselt, aber der Favre-Dampfer wird seine Kessel zum Glühen bringen. Auf dem Achterdeck trägt man Trauer. Rudi Assauer, der große Macher AufSchalke und im Fußball-Westen, ist letzte Woche verstorben. Seine Verdienste um den deutschen Fußball aufzuzählen, wäre eine ganze Ausgabe wert, und ich bin mir nicht mal so sicher, ob es nicht den Grund hat, dass es AufSchalke so schlecht läuft, weil Rudi Assauer im Fußballhimmel mit dem Grollen begonnen hat. Stumpen-Rudi hätte jedenfalls nicht zugeschaut und hätte Taten folgen lassen. Zumindest den Spielern gehörig den gut frisierten Kopf gewaschen oder dem Trainer seine verwissenschaftlichen Fußball-Aussagen gestutzt. Immerhin ließ er Frauen Bierkästen schleppen und fand die Kacke unterm Schnee. Tausendprozentig hätte er den Mist aufm Rasen kompostiert. Mach`s gut Rudi, Du wirst mir fehlen!
Von uns aus gesehen, liegt Leverkusen Backbord von Düsseldorf. Genau dahin muss die Überraschungsmannschaft am Sonntag von der Düssel über den Rhein zum Bayer-Kreuz schippern. Unglaublich, aber wahr: Von den letzten sieben Spielen haben die Dörfler von der Düssel fünf gewonnen, einmal unentschieden gespielt und nur einmal verloren. In der gleichen Zeit gewann die Bayer-Werft fünfmal und verlor zweimal. Somit ein Rhein-Duell mit guter Strömung.
In Gladbach muss Admiral Hecking seine Jungs erst mal wieder in den Wind bekommen. Nach dem 0:3 gegen die Berliner Seebären mussten einige Spieler kielholen und die Schotten dichtmachen. Am Sonntag wird es gegen die Piraten aus Frankfurt eine ähnliche unangenehme Seefahrt mit viel Gegenwind.
In Bayern gibt es das Süd-Duell. Das Augsburger Hausboot erwartet die bayrische Flotte. Das muss nicht aus dem Ruder laufen, denn die Augsburger sind zuletzt daheim gut in See gestochen und die Münchner Brücke hat Erklärungsbedarf.
Der blauweiße Kutter möchte am Samstag die Freiburger Barkasse entern. Ein wichtiges Unterfangen für die Verteilung der Ankerplätze. Somit ist für Spannung gesorgt. So ich gehe jetzt mit meiner Schwimmweste und meiner Luftmatratze auf Welt-Seereise.

Ihr Smutje Short John Holger 

Autor:

Thorsten Seiffert aus Herten

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