Ab sofort Nutzungsrechte erwerbbar
Hildener Begräbniswald fertig gestellt

An zentraler Stelle gibt es im Begräbniswald einen Ruheplatz mit einer Sitzbank sowie einem Schaukasten. Kleine runde Holztafeln mit Namen und Sterbetag geben Auskunft über die Lage der Urne. Trauerschmuck, Gedenksteine und Kerzen sind dort allerdings nicht erlaubt.
  • An zentraler Stelle gibt es im Begräbniswald einen Ruheplatz mit einer Sitzbank sowie einem Schaukasten. Kleine runde Holztafeln mit Namen und Sterbetag geben Auskunft über die Lage der Urne. Trauerschmuck, Gedenksteine und Kerzen sind dort allerdings nicht erlaubt.
  • Foto: Stadt Hilden
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Damit erfüllt die Stadt Hilden den Wunsch nach einer naturnahen Bestattung.
 "Immer mehr Menschen wünschen sich eine Feuerbestattung, bei der anschließend die Asche der verstorbenen Person beigesetzt wird. 2018 waren in Hilden nur noch 30 Prozent der Bestattungen Erdbestattungen", teilt die Stadt Hilden mit.

Dieser gesellschaftlichen Entwicklung trage die Stadt Hilden Rechnung, indem sie verschiedene Alternativen zur Wahl stellt, zum Beispiel Urnenwahlgräber, Urnenreihengräber, Baumgräber, Ascheverstreuung, Kolumbarien, anonyme Urnengräber und Urnenerdkammern. Seit Mitte Mai 2019 gibt es außerdem einen Begräbniswald auf dem Nordfriedhof.
„Der Begräbniswald ist für all diejenigen gedacht, die eine naturnahe und kostengünstige Bestattungsform suchen“, erklärt Friedhofsmeisterin Bettina Rech vom Zentralen Bauhof.

Gedenksteine nicht erlaubt

Auf der 1.200 Quadratmeter großen umzäunten Fläche wachsen einheimische Bäume. Die Urnen werden im Wurzelbereich beigesetzt, der Waldboden bleibt naturbelassen. Holzschilder weisen auf die Ein- und Ausgänge hin. Ein Pfad aus Rindenmulch führt durch den Wald.
An zentraler Stelle gibt es einen Ruheplatz mit einer Sitzbank sowie einem Schaukasten. Kleine runde Holztafeln mit Namen und Sterbetag geben Auskunft über die Lage der Urne. Trauerschmuck, Gedenksteine und Kerzen sind nicht erlaubt. „Die würden den natürlichen Gesamteindruck stören“, erläutert Rech. „Für die meisten Menschen, die sich im Begräbniswald bestatten lassen, ist es ein Trost, mit dem Tod wieder Teil des Kreislaufes von Werden und Vergehen der Natur zu sein.“ Aus diesem Grund ist für die Urnen biologisch-abbaubares Material vorgeschrieben.
Die Pflegearbeiten werden vollständig von der Friedhofsverwaltung durchgeführt. „Das ist außerdem praktisch, wenn die Angehörigen nicht unmittelbar in der Nähe wohnen“, weiß Rech.
Der Erwerb des Waldgrabes für 35 Jahre kostet 880 Euro, die Grabbereitung 150 Euro. Während der gesamten Nutzungszeit wird der Bestattungswald durch die Mitarbeiter der Stadt Hilden gepflegt und unterhalten. Für diese Arbeiten fällt eine einmalige Gebühr von 648 Euro an. Zum Vergleich: Eine Wahlgrabstelle für den Sarg kostet für 30 Jahre und inklusive Grabbereitung 1.862 Euro. Hinzu kommen die Ausgaben für die Grabpflege.
„Die Gründe für die Wahl einer bestimmten Bestattungsform sind vielfältig und in der Regel sehr persönlich“, fasst die Friedhofsmeisterin zusammen. „Der Stadt Hilden ist es wichtig, ein passendes Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger zu haben.“
Der Erwerb von Nutzungsrechten für den Begräbniswald ist ab sofort möglich. Ansprechpartnerin bei Fragen ist die Friedhofsverwaltung der Stadt Hilden. Sie ist im Internet unter www.hilden.de/friedhoefe erreichbar.

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