Feuer auf einer Fläche von 25 Hektar
Waldbrand in Hilden

Über fünf Kilometer Schläuche rollten die Wehren aus, um an die Brandherde im unwegsamen Gelände zu löschen.
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25 Hektar Stadtwald sind am Ostersamstag aus bislang noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Über 170 Feuerwehrleute, rund 60 Polizisten und über zehn Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes waren im Einsatz.

 "Ein Anwohner der Straße Schönholz hat uns am Ostersamstag um 14.30 Uhr über den Brand informiert", sagte Hans-Peter Kremer, Leiter der Hildener Feuerwehr. "Der Anrufer vermutete das Feuer in der Waldkaserne. Vor Ort stellten wir fest, dass das Feuer bis an den Zaun der Kaserne gekommen war."

Großeinsatz der Feuerwehren

Nach dem Einsatz eines Polizeihubschraubers war klar, dass der Brandherd auf dem rund 25 Hektar großen Areal zwischen Jaberg und dem Bundeswehrgelände lag. Sofort riefen die Hildener auch die Wehren aus Ratingen, Erkrath, Haan, Mettmann, Langenfeld, Monheim am Rhein und Solingen zu Hilfe, um den Brand einzudämmen. "Für die Anwohner und Gebäude bestand keine Gefahr. Die Zugänge zum Gelände sind inzwischen abgesperrt." Eine Herausforderung für Löscharbeiten war das Erreichen der Brandflächen, die abseits der Wege lagen. "Wir haben dafür rund fünf Kilometer Schläuche gelegt." Trotz des schwierigen Areals habe alles gut geklappt. "Und vor allem ist niemand verletzt worden. Auch Gebäude waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet", so Kremer. Die Höhe des Schadens stehe noch nicht fest.

Glutnester flackern auf

Sorgen machen ihm noch versteckte Glutnester. In Wurzeln und in den dicken Schichten alter Nadeln flammten bis gestern immer wieder kleine Feuer auf. "Wir werden auch in den kommenden Tagen permanent Streife fahren, um größere Feuer im Keim zu ersticken", kündigte Kremer an.
"Zur Brandursache können wir noch nichts sagen. Die Ermittler sind noch vor Ort", sagte ein Polizeisprecher.

Vogelbrut verbrannt

"Wir sind angesichts der großen Fläche noch glimpflich davongekommen. Die Feuerwehren waren sehr schnell vor Ort haben gute Arbeit geleistet", erklärte Dennis Anders, Förster der Stadt Hilden, die Auswirkungen des Brandes. Betroffen sei überwiegend ein Feuchtbiotop. Ein Teil Pflanzen werde sich relativ schnell erholen, so der Förster, nicht aber die betroffenen Pappeln, Birken und Erlen. Auch einige Nadelbäume seien geschädigt. Sie sterben infolge der Hitzeschäden ab, prognostiziert der Fachmann. Wie sich das Biotop nach dem Brand entwickele, werde man beobachten. Besonders betroffen sei hingegen die Vogelbrut, die den Brand nicht überstanden habe.
Der Hildener Stadtwald erstreckt sich auf einer Fläche von zirka 430 Hektar und ist ein klassischer Mischwald. Er besteht zu zwei Dritteln aus Laubbäumen und zu einem Drittel aus Nadelbäumen.

Autor:

Lokalkompass Langenfeld - Monheim - Hilden aus Monheim am Rhein

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