BA fürchtet Klimaproblem in Hilden"
Bebauung an der Hofstraße beschlossen

BA-Chef Ludger Reffgen warnt vor innerstädtischen Klimaproblemen, wenn das Areal Hofstraße bebaut wird.

SPD und CDU haben am Mittwoch während der Ratssitzung beschlossen, das Areal auf der Hofstraße in der Variante B zu bebauen. Die Planung in der Variante B ermöglicht auf einer Fläche von rund 6.000 Quadratmetern zirka 33 Wohneinheiten. Damit sind zwei Einfamilienhäuser und fünf Mehrfamilienhäuser (Geschossigkeit II und D) vorgesehen. Die geschätzten öffentlichen Infrastrukturkosten beziffert die Verwaltung auf rund 732.300 Euro. Damit belaufen sich die voraussichtlichen öffentlichen Infrastrukturkosten bei 33 Wohnungen auf etwa 22.191 Euro pro Wohneinheit. Die an den Bürgerverein Hilden-Süd verpachtete Fläche wird nicht berührt. Nach dem Beschluss wurde die Verwaltung aufgefordert, einen Investor zu suchen.

Andere Fraktionen lehnen Plan ab

Alle anderen Fraktionen hatten sich gegen die Pläne ausgesprochen. "Die Bürgeraktion bedauert, dass mit der Entscheidung Umwelt- und Klimaschutzziele auf der Strecke bleiben", erklärte BA-Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen. Er hatte zuvor „im Interesse des Ganzen“ nochmals eindringlich gefordert, den Bau neuer Wohnungen und den Schutz vor Überhitzung in den angrenzenden Wohnbereichen unter einen Hut zu bringen. Das Wohnen direkt an der Bahnstrecke mache einen Wall und darauf eine hohe, 200 Meter lange Schallschutzwand erforderlich, die für den Luftaustausch mit der offenen Landschaft von Karnap-West wie ein Riegel wirke, warnte Reffgen. Das werde die Frischluftversorgung in den Wohnbereichen östlich der Bahnlinie beeinträchtigen. Im übrigen lägen die Infrastrukturkosten der Wohnungen neben der vielbefahrenen Güterzuglinie dreimal höher als zur Hofstraße hin.

BA bedauert Entscheidung

"Unsere Argumente sind in den Wind geschlagen worden", stellte Reffgen resigniert fest. Auch ein Appell des Bürgervereins Hilden-Süd, mit dem sich Vorsitzender Jörg Owsianowski stellvertretend zuvor unter Hinweis auf das Vereinsinteresse an alle Fraktionen gewandt hatte, zeigte bei SPD und CDU keine Wirkung.
In einer Vorentscheidung im Januar hatte die Bürgeraktion bereits dafür plädiert, einen Neubau mit zwölf geförderten Wohnungen in Fortsetzung der Nachbarbebauung nur entlang der Straße zuzulassen. Das erfordere auch kein langwieriges Bebauungsplanverfahren, sondern ließe den schnellen Baubeginn zu. Dem Einwand, Hilden brauche mehr günstige Wohnungen, war die BA mit dem Hinweis auf das stadteigene Schulgelände der aufgegebenen Theodor-Heuss-Schule an der Furtwänglerstraße begegnet, das problemlos den großzügigen Bau vieler öffentlich geförderter Wohnungen möglich mache

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