Bürger über Stadt verärgert
"Miserables Baustellen-Management"

Die Anwohner der Grünstraße sind von der Baustelle auf der Kirchhofstraße ebenfalls betroffen: Autofahrer nutzen sie als Ersatzstrecke.
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  • Die Anwohner der Grünstraße sind von der Baustelle auf der Kirchhofstraße ebenfalls betroffen: Autofahrer nutzen sie als Ersatzstrecke.
  • Foto: Dirk Heuer
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"Seit längerer Zeit befindet sich die Kirchhofstraße im Ausnahmezustand. Die Durchfahrt vom Lindenplatz zur Gabelung ist gesperrt. Bauarbeiten, die die Sperrung rechtfertigen würden, sind bisher (noch) nicht wirklich zu erkennen", beschreibt Luder Reffgen, Fraktionsvorsitzender der Bürgeraktion Hilden die Situation. Lediglich auf dem Bürgersteig an der Unterführung und Baumaßnahmen in der Hagelkreuzstraße seien zu erkennen.
"Das bringt viele der ohnehin gestressten Autofahrer morgens und abends zusätzlich auf die Palme und strapaziert extrem die Nerven. Vielen reißt der Geduldsfaden", fährt er fort. Viele Autolenker ignorierten, vor allem kurz nach Beginn der die Absperrbarrikaden, passierten die verschlafen wirkende Kirchhofstraße und passierten Sekunden später flüssig die Kreuzung Gabelung. Illegal und unter Missachtung aller Verbote. Aber spätestens beim Durchatmen an der Ampel Berliner Straße werde rückblickend nochmals der Unsinn einer Baustellenabsperrung bewusst, die wertvolle Lebenszeit kostet.
Doch der BA-Fraktionsvorsitzende ist nicht allein. Auf der Suche nach dem Umfahren der Baustelle weichen viele Autofahrer über die Baustraße, Grünstraße und Oststraße aus. Die Folge: An der Grünstraße vor der Kreuzung Walder Straße staut sich der Verkehr bis teilweise zur Unterführung. Die Anwohner sind völlig genervt. "Wir kommen nicht mal mehr von unserem Grundstück", erklärt ein Bewohner. "Und bei der Stadt fühlt sich entweder keiner verantwortlich oder man erhält zur Antwort, dass die Baustelle 2021 beendet ist." Das findet der Anwohner völlig "unverschämt. So geht man nicht mit Bürgern um."

Nord-Süd-Achsen

Was sich im Augenblick vor allem morgens und nachmittags auf einer der Nord-Süd-Achsen durch Hilden abspiele, nennt Reffgen "typisch für den amtlichen Umgang mit Ausnahmesituationen. Natürlich weiß man auch im Rathaus um die prekären Folgen solcher Maßnahmen für die Bürger. Aber warum dabei vor etwas zurückschrecken, wenn man die Leidensfähigkeit der Menschen immer wieder risikolos auf die Probe stellen kann?"
Es sei keine Frage, dass die Regenwasserkanalsanierung auf der Kirchhofstraße sein müsse. Dass das zu Verkehrseinschränkungen führen können, sei auch klar. "Würde es nicht reichen, die Sperrung und Umleitung konkret auf die Zeiten zu beschränken, in denen die Bauarbeiten auch tatsächlich stattfinden und die Nutzung der Fahrspuren unmöglich ist?", fragt sich der Politiker. Was prinzipiell selbstverständlich erscheinen mag, sei offenbar im Rathaus überhaupt nicht klar.

Kein Einzelfall

Und das sei in Hilden kein Einzelfall. "Im vergangenen Jahr nervten nicht abgestimmte Baustellen im Bereich Elberfelder Straße / Ostring den ganzen Sommer über die Autofahrer, an der Oststraße dauerte es gar bis zum Jahresende." Sein Fazit lautet: Hllden habe "ein miserables Baustellen-Management" - eine Ansicht, mit der der BA-Vorsitzende nicht allein ist. dh

Die Anwohner der Grünstraße sind von der Baustelle auf der Kirchhofstraße ebenfalls betroffen: Autofahrer nutzen sie als Ersatzstrecke.

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