Konzept für städtebauliche Entwicklung
Schrumpfen oder neue Wohnflächen?

Gut besucht war die Bürger Informationsveranstaltung im Sitzungssaal des Hünxer Rathauses, in der die Städteplaner des Architekturbüros Post Welters & Partner den Gemeindeentwicklungsplan vorstellten.
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Post Welters & Partner stellen Gemeindeentwicklungskonzept für Hünxe vor

Auch in der Gemeinde Hünxe lässt sich der demografische Wandel nicht leugnen. Deshalb ist auch er einer der Gesichtspunkte des Gemeindeentwicklungskonzeptes, das die Stadtplaner des Architektenbüros Post Welter & Partner aus Dortmund am Dienstag im Rathaus vorstellten. So ergab eine Analyse, dass bereits heute mehr als 50 % der Bürgerinnen und Bürger älter als 50 Jahre sind. Eine weitere Auswertung ergab, dass lediglich Hünxe selber und Drevenack seit dem Jahr 2000 gewachsen, die anderen Ortsteile geschrumpft sind, eine Bildungsmigration (Abwandern der Jugendlichen zu Ausbildung oder Studium), ein hauptsächlicher Zuzug von Haushalten in der Familiengründungsphase stattfindet sowie Paare ohne Kinder den häufigsten Bevölkerungstyp darstellen.
Ferner stellte sich heraus, dass mehr als die Hälfte der bewohnten Gebäude aus den Jahren 1949 bis 1978 stammen, dass es sich bei den meisten Häusern um selbstbewohnte Einfamilienhäuser handelt und dazu ein geringer Leerstand herrscht.
Die Empfehlungen der Städteplaner gehen von einer zu erwartenden Dichte von 30 Wohneinheiten pro Hektar aus, bei denen ein variabler Gestaltungsspielraum bezüglich des Verhältnisses von Mehr- zu Einfamilienhäusern möglich ist.
Entsprechend dieser angenommenen Entwicklung wurde der Leitgedanke für die Gemeinde mit acht Handlungsfeldern entwickelt. Diese sind Neue Wohnquartiere, Zielgruppen, Wohnumfeld, Standortqualität, Innenentwicklung, Generationenwechsel, Ökologie und Klimaschutz sowie Steuerung. Zu jedem Handlungsfeld sprachen die Fachleute Handlungsempfehlungen aus, wie beispielsweise die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, bedarfsgerechte Entwicklung neuer Wohnbaufächen, Attraktivierung und behutsamer Aufwertung der bestehenden Quartiere und viele weitere.
Zudem sollte die Gemeinde Baugrundstücke selber erwerben, um für den Verkauf derselben an Bauherren Vergaberichtlinien erstellen zu können. Zur weiteren Befriedigung des steigenden Wohnbedarfs empfehlen die Planer unter anderem den Ausbau von Dachgeschossen in Mehrfamilienhäusern unter Berücksichtigung eines einheitlichen Erscheinungsbildes aber auch das Nutzen von Baulücken. Während der gesamten Planung und Umsetzung ist ein Monitoring vonnöten, um beispielsweise eventuelle Änderungen der Bedarfe rechtzeitig feststellen zu können.
Der nächste Schritt ist die Berichtslegung und der Ratsbeschluss, dem bei einer positiven Entscheidung die Umsetzung folgen wird.
„Über den jeweiligen Stand“, so Bürgermeister Dirk Buschmann, werden wir auf unserer Homepage der Gemeinde berichten und die Bürger auf dem Laufenden halten“.

Randolf Vastmans

Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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